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Coronavirus-Übertragung: Entscheidende Annahme stimmt überhaupt nicht, so Forscher

Forscher könnten eine bisher gängige Vermutung zur Corona-Pandemie widerlegt haben. Ihre Studie zeigt, sie ist nicht durch Daten abgedeckt.

Männer begrüßen sich mit Fußberührung
Eine Coronavirus-Ansteckung kann unter den entsprechenden Umständen auch zahlreiche Personen auf einmal betreffen. Foto: iStock.com/filadendron

Eine bisher getroffene Vermutung zu den durch die Corona-Pandemie am stärksten gefährdeten Personen wird von Forschern gerade in Zweifel gezogen. Erhobene Daten sollen nicht das widerspiegeln, was gegenwärtig eigentlich als Fakt gilt.

Coronavirus-Übertragung: Entscheidende Annahme stimmt überhaupt nicht, so Forscher

Forscher könnten eine bisher gängige Vermutung zur Corona-Pandemie widerlegt haben. Ihre Studie zeigt, sie ist nicht durch Daten abgedeckt.

Corona-Pandemie: Diese Personen könnten weniger gefährdet sein

Eine neue Untersuchung zur Corona-Pandemie, die kürzlich im Scientific Reports veröffentlicht wurde, stellt eine wichtige Vermutung zur Coronavirus-Übertragung in Frage. Diese betrifft eine spezifische Risikogruppe und soll nicht so durch Daten belegt sein, wie es bislang den Anschein hatte.

In der aktuellen Studie kommen Forscher zu dem Schluss, dass ältere Personen nicht notwendigerweise einem größeren Risiko der Coronavirus-Übertragung ausgesetzt sind. Zwar würde weiterhin gelten, dass sie stärker gefährdet sind, was einen schweren Krankheitsverlauf angeht, sie würde sich deshalb jedoch noch nicht unbedingt auch häufiger mit Covid-19 infizieren als andere Altersgruppen.

Falsche Annahme zur Coronavirus-Übertragung

Die Analyse zielt ihrem Titel „The age distribution of mortality from novel coronavirus disease (COVID-19) suggests no large difference of susceptibility by age“ nach auch ganz generell darauf, dass es gemessen am Alter keine großen Unterschiede mache, ob sich jemand mit dem Erreger ansteckt. Das würde bedeuten, dass bereits von Beginn der Corona-Pandemie an eine falsche Annahme getroffen wurde, weil die Schwere der Erkrankung in gewisser Weise mit der Anfälligkeit für den Virus gleichgesetzt wurde.

Den Forschern zufolge ließen sich keine klaren Beweise dafür finden, dass ein hohes Alter mit einem größeren Infektionsrisiko einher gehe. In diesem Rahmen seien zudem weitere Untersuchungen nötig, um durch den Zusammenhang zwischen Alter und Coronavirus-Übertragung sowie der Entwicklung von Symptomen den Mechanismus der Covid-19-Mortalität besser verstehen zu können.

Wann die Corona-Pandemie ein Ende hat, spekulieren Forscher bereits. Selbst der Direktor der WHO hat eine Prognose zur Coronakrise. Es gibt jedoch auch Gefahren, die Forscher noch mehr fürchten, als den Covid-19-Erreger.

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