Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Obwohl Astronomen sehr wenig über die massereichen Objekte wissen, ist ihre Heranbildung bereits erforscht. Einfach gesagt, sind Schwarze Löcher Hinterbleibsel von Sternen. Was genau ihre Entstehung ausmacht und was noch über die massereichen Kolosse bekannt ist, erfährst du im folgenden Erklärartikel.

Rätsel um Großkolosse: Wie entsteht ein Schwarzes Loch?

Um die Frage „wie entsteht ein Schwarzes Loch“ zu klären, sollte erst einmal geklärt werden, was über Schwarze Löcher bekannt ist. Ein schwarzes Loch besteht aus einer enormen Menge kollabierter Masse. Ein schwarzes Loch hat daher auch keine Oberfläche wie etwa ein Planet oder ein Stern. Weil die Kolosse so massiv sind, haben sie eine extrem starke Anziehungskraft, der kein Weltraumkörper entfliehen kann. Nur wegen dieser Anziehungskraft sind Schwarze Löcher für Weltraumforscher erst sichtbar.

Sie ziehen jegliche Objekte wie Sterne, Planeten, Nebel, ja gar ganze Galaxien in sich hinein. Diese bündeln sich dann strudelartig um das Schwarze Loch und werden dabei extrem heiß. Dann gibt die Umgebung des Schwarzen Loches Röntgenstrahlung ab, anhand dessen Forscher es erkennen können.

Schwarze Löcher gibt es in verschiedenen Größen. Auch supermassive Schwarze Löcher sind keine Seltenheit. Diese befinden sich oftmals in den Zentren einer Galaxie. Auch im Zentrum unser Milchstraße befindet sich ein supermassives Schwarzes Loch: Sagittarius A*. Seine Größe umfasst 4,1 Millionen Sonnenmassen.

Schwarze Löcher sind Hinterbliebene von Sternen

Ein schwarzes Loch entsteht, wenn die Lebenszeit eines massereichen Sterns zu Ende geht. Diese Sterne müssen etwa zehn Mal so schwer sein wie unsere Sonne, um zu einem Schwarzen Loch kollabieren zu können. Massereiche Sterne enden mit einer Supernova-Explosion. Hier kannst du dich tiefer über Supernovae informieren. Nach der Explosion bleibt noch ein Großteil der ursprünglichen Sternmasse übrig und kollabiert anschließend.

Wie gesagt, gibt es Schwarze Löcher in den unterschiedlichsten Größen. Viele können Astronomen gar nicht erkennen, weil sie nur wenige Kilometer groß sind. Der Frage „wie entsteht ein Schwarzes Loch?“ hat sich der theoretische Physiker John Archibald Wheeler neben anderen Forschungsgebieten gewidmet. Er verlieh den Kolossen 1967 auch die Bezeichnung „Schwarzes Loch“. Zudem erarbeitete er das No-Hair-Theorem, dass beweisen soll, das Schwarze Löcher nur drei Parameter besitzen: Masse, elektrische Ladung und Drehimpuls. Steven Hawking wiedersprach dieser Theorie übrigens, doch Forscher vom MIT wollen sie jüngst erneut bewiesen haben.

Obwohl die Frage „wie entsteht ein schwarzes Loch“ mehr oder weniger geklärt ist, gibt es noch vieles, was wir über sie lernen müssen. Diese 7 Fakten über Schwarze Löcher könnten dir dabei helfen, sie besser zu verstehen.

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