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Coronavirus-Ansteckung: Forscher erschrocken über diesen Fall – er könnte neue Probleme bedeuten

Eine ungewöhnliche Art der Coronavirus-Ansteckung wurde von Forschern beobachtet.
Eine ungewöhnliche Art der Coronavirus-Ansteckung wurde von Forschern beobachtet.
Foto: iStock.com/filadendron
Wissenschaftler haben eine unerfreuliche Entdeckung gemacht, die das Coronavirus neu beleuchtet. Der Erreger kann mehr als ihm zugetraut wurde.

Dass Covid-19-Infizierte über einen gewissen Zeitraum ansteckend sind, ist seit Beginn der Corona-Pandemie bekannt. Besonders gefährlich wird es jedoch, wenn die Erkrankten selbst keine Symptome zeigen. Eine Frau aus Washington war auf diese Weise über zwei Monate lang eine Quelle für Coronavirus-Ansteckung.

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Coronavirus-Ansteckung: Dieser Fall erregt Aufmerksamkeit

Eine 71-Jährige US-Amerikanerin, die an Leukämie erkrankt ist und sich mit Covid-19 infiziert hatte, verbreitete 70 Tage lang den gefährlichen Erreger. Dabei zeigte sie selbst in keiner Phase Symptome, sodass die ungewöhnlich langwierige Coronavirus-Ansteckung, die von ihr ausging, erst später bemerkt wurde. Bestehenden Richtlinien zur Corona-Pandemie offizieller Stellen, wie den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA, widerspricht diese Entwicklung. Diese gehen davon aus, dass Personen mit Covid-19 maximal 20 Tage lang infektiös sind.

Ein Grund für den Vorfall könnte Forschern zufolge sein, dass die Gefahr einer Coronavirus-Ansteckung anderer aufgrund eines schwachen Immunsystems deutlich länger anhalten kann. Da die Betroffene aufgrund ihrer Krebserkrankung ein solches Defizit hat, konnte ihr Körper, so die Forscher, den Erreger nur entsprechend langsam bekämpfen. Bisher gab es für diese Theorie zur Corona-Pandemie jedoch nur wenig Nachweise, wie LiveScience berichtet.

Neue Art der Coronavirus-Ansteckung besorgniserregend

In ihrer Studie erklären die Forscher, dass eine langfristige Coronavirus-Ansteckung bei bestimmten immunschwachen Patienten besorgniserregend sein könnte: "Während sich das Virus ausbreitet, werden sich mehr Menschen mit immunschwächenden Beeinträchtigungen infizieren und es ist noch wichtiger zu verstehen, wie sich SARS-CoV-2 innerhalb dieser Populationen verhält", beschreibt der leitende Autor, der Virologe Vincent Munster vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases.

Ihre eigne Coronavirus-Ansteckung hatte sich die Frau im Februar durch einen Ausbruch in der Pflegeeinrichtung, in der sie Patienten war, zugezogen. Sie wurde dort gegen ihre Krebserkrankung behandelt und von den Ärzten zusätzlich auf den Erreger getestet. Am 2. März erhielt sie die positive Diagnose. Über die folgenden 15 Wochen wurde sie mehrfach erneut getestet, dabei konnten Ärzte in ihren Blutproben keine Antikörper entdecken. Dagegen stellten sie mehrere Mutationen des Coronavirus in ihrem Blut fest, die jedoch keinen Einfluss auf dessen Replikation zu haben schienen.

Auch diese Coronavirus-Ansteckungen sind ungewöhnlich

Wie die Frau den Erreger am Ende abstoßen konnte, ist bislang unklar und sollte den Studienautoren zufolge künftig näher mithilfe von immunschwachen Patienten untersucht werden. Warum es zu keinen Symptomen trotz Coronavirus-Ansteckung kam, obwohl sie ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf hatte, ist ebenso unbekannt.

Der Fall der Frau ist nicht die einzige ungewöhnliche Erkenntnis aus der Corona-Pandemie. Ein Ort in Deutschland gilt zum Beispiel als besonders gefährlich für eine Coronavirus-Ansteckung. Und auch auf einigen Lebensmitteln kann der Covid-19-Erreger überraschend überleben.

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