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Corona-Impfung: WHO trifft unerwartete Entscheidung gegen BioNTech

Zur Verabreichung des Corona-Impfstoffs von BioNTech hat die WHO eine ganz eigene Meinung.
Zur Verabreichung des Corona-Impfstoffs von BioNTech hat die WHO eine ganz eigene Meinung.
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Die WHO machte kürzlich eine überraschendes Aussage zum Corona-Impfstoff von BioNTech.

Der Hersteller des ersten in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffs, BioNTech, hat ganz spezifische Angaben zu seinem Präparat gemacht. Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO widersprechen diesen jetzt plötzlich und machen eine Aussage, vor der BioNTech sogar warnt.

Corona-Impfstoffe: Diese Nebenwirkungen gibt es
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Corona-Impfstoff: BioNTech vs. WHO

Im Detail dreht sich die aktuelle Debatte um die Verabreichung des Corona-Impfstoffes. BioNTechs Wirkstoff muss in zwei Dosen injiziert werden, um gegen Covid-19 immun zu machen. Dementgegen steht jedoch die gegenwärtige Knappheit an Impfstoffen, die einige Länder zu der Erwägung geführt hat, den Abstand zwischen beiden Dosen auszudehnen.

Während der Hersteller schon zuvor ausdrücklich davor warnte, haben Experten der WHO ein anderes Urteil gefällt. Sie bescheinigen, es sei unter bestimmten Bedingungen durchaus möglich, den zeitlichen Abstand zu vergrößern und dennoch eine Immunisierung durch den Corona-Impfstoff von BioNTech zu bewirken. Sogar einige Wochen länger zu warten sei möglich, so der Vorsitzende der WHO-Expertengruppe für Immunisierungen (SAGE), Alejandro Cravitio gegenüber der Presse (via n-tv.de).

Keine Daten, die WHO-Empfehlung bestätigen

Das größte Gegenargument zu einem entsprechenden Umgang mit dem Corona-Impfstoff laut BioNTech sei der Mangel an Daten, die das Urteil der WHO stützen würden. Bisher gäbe es keine Anhaltspunke die die anhaltende Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung bestätigten, sollte der vorgesehene Zeitrahmen von drei Wochen zwischen beiden Impfdosen nicht eingehalten werden.

Dazu gehöre beispielsweise fehlende Belege, dass der Schutz durch die erste der beiden Injektionen mit dem Corona-Impfstoff von BioNTech länger als 21 Tage andauert, weil nahezu jeder der Probanden während der Studie maximal in diesem Abstand ein zweites Mal geimpft wurde.

Immerhin räumte Cravitio diesen Mangel an Informationen ein. Weitere Empfehlungen des Experten und seines Teams umfassen Maßnahmen, in denen sich Hersteller und die WHO schon eher einig sein dürften. So solle der Corona-Impfstoff von BioNTech nur an Orten verabreicht werden, an denen Fälle von anaphylaktischen Schocks sofort behandelt werden können. Unter anderem die britischen Behörden warnen vor entsprechenden Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs. Ähnliches gilt für eine andere Personengruppe. Von der Corona-Impfung Schwangerer und stillender Frauen wurde weiterhin abgeraten solange nicht ausreichend klinische Daten vorliegen.

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