Zumindest die erste Corona-Impfung soll jedem Bundesbürger bis zum Ende des Sommers zur Verfügung gestellt werden, wie erst kürzlich von Bundeskanzlerin Merkel angekündigt wurde. Viele trauen den bisher zugelassenen Wirkstoffen allerdings noch nicht oder haben generell Bedenken bei Injektionen. Einer neuen Studie zufolge könnte es für manche Personen an dieser Stelle aber Hoffnung geben, denn in Einzelfällen ist möglicherweise gar keine zweite Dosis notwenig. Experten betonen jedoch, dass ausreichend Belege dafür noch ausstechen.

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Corona-Fallzahlen Deutschland (Stand 08.02.2021)

  • Neu gemeldete Infektionen: 4.535
  • Neu gemeldete Todesfälle: 158
  • Infektionsfälle gesamt: 2,29 Millionen
  • Genese gesamt: 2,04 Millionen
  • Todesfälle gesamt: 61.551

Corona-Impfung: Dieser Gesundheitszustand kann helfen

Im Rahmen einer neuen Untersuchung konnte festgestellt werden, dass bestimmte Geimpfte nach der ersten Verabreichung des Corona-Impfstoffes stärkere Reaktionen gezeigt hatten, als andere. Die am 29. Januar 2021 veröffentlichte und bisher nicht abschließend von Experten beurteilte Studie zeigte dabei nicht nur, dass der dahintersteckende Faktor schon im Vorfeld auf mögliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung hindeuten kann. Er führt einige Forscher auch zu der Schlussfolgerung, dass jene Personen eventuell schon durch eine erste Injektion ausreichend geschützt sein könnten.

Dieser Umstand kann könnte mehr Schutz bedeuten

  • vorherige Covid-19-Erkrankung

Wer vor seiner Corona-Impfung bereits mit dem Virus infiziert war, soll den Wissenschaftlern zufolge eher dazu tendieren, nach der ersten Injektion intensivere körperliche Reaktionen zu erleben als Personen, die nicht angesteckt wurden. Zudem sollen die Nebenwirkungen sich ähnlich stark verhalten wie jene, von denen Personen ohne vorherige Infektion nach ihrer zweiten Dosis berichteten.

Mehr Antikörper durch erste Corona-Impfung

Der Grund dafür ist eine verstärkte Immunantwort. So soll eine zehn- bis zwanzigfach erhöhte Antikörperreaktion bei ehemals Infizierten nach der Corona-Impfung auftreten. Die Zahl der entwickelten Antikörper sei auch höher als der Medianwert, den Nicht-Infizierte nach ihrer zweiten Impfung ausbilden. Die Schlussfolgerung einiger Wissenschaftler daraus ist, dass bereits Erkrankte möglicherweise nur eine Dosis benötigten, wie ein Mediziner in der New York Times berichtet.

Überzeugt sind davon jedoch nicht alle, wie E. John Wherry, Direktor des Instituts für Immunologie an der University von Pennsylvania, erklärt. Ihm reichten die bisherigen Forschungsresultate noch nicht aus, um die Impfstrategie anzupassen. Er vermisst Daten, die zeigen, dass die mehr ausgebildeten Antikörper auch wirklich effektiv dazu beitragen, das Virus von der Replikation abzuhalten. Bis dahin sollte jeder weiterhin zwei Dosen bei einer Corona-Impfung erhalten.

Nebenwirkungen einer Corona-Impfung sind nicht auszuschließen

Dass eine Corona-Impfung zu leichten Schmerzen, einer angeschwollenen Einstichstelle, Kopfschmerzen, Kältegefühl und Müdigkeit führen kann, ist bekannt und völlig normal. Selbst diese Art der leichten bis moderaten Nebenwirkungen müssen nicht bei jedem Geimpften auftreten. Nur in sehr wenigen Einzelfällen kommt es dagegen zu schweren allergischen Reaktionen, bei älteren Menschen in Norwegen wird auch der Zusammenhang zwischen etwaigen Nebenwirkungen und dem Tod von Patienten untersucht.

Sollten weitere Untersuchungen der Erkenntnisse zum Erfolg führen und einen ausreichenden Schutz nach einer ersten Corona-Impfung bei bereits Genesenen bestätigen, könnte das die Engpässe bei der Versorgung mit Impfstoffen beheben. Dennoch gilt: Auch bei einer zweiten Injektion gibt es etwas zu beachten. Drei Dinge sollten nach der Corona-Impfung nicht getan werden.

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