Die Zeit, in der wir dem Coronavirus ausgesetzt sind, nennt sich Expositionszeit. Bisher gingen Forschende davon aus, dass wir mit einer infizierten Person mindestens 15 Minuten Kontakt haben müssten, um uns mit Sars-CoV-2 anzustecken. Doch bei der Corona-Mutation B.1.1.7 könnte offenbar bereits eine Sekunde ausreichen.

Corona-Mutation: Ansteckung innerhalb weniger Sekunden

In der kanadischen Stadt Barrie infizierten sich mehrere Menschen mit der Corona-Mutation B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien aufgetaucht und bis zu 70 Prozent ansteckender als der ursprüngliche Erreger ist. Innerhalb von drei Wochen wurden mit Ausnahme von einer Person alle Heimbewohner eines Altenpflegeheims positiv auf die Coronavirus-Variante getestet. Das sind 128 von 129 Menschen. Das waren jedoch nicht die einzigen Fälle einer Ansteckung mit der Corona-Mutation in Barrie und in Kanada. So berichtet das kanadische Magazin The Globe and Mail unter anderem auch von Fällen in Ontario.

Gesundheitsbehörden in Kanada stellten bei der Kontaktverfolgung fest, dass die Ansteckung mit der Corona-Mutation innerhalb von Sekunden erfolgen kann. „Nach Bestätigung der Variante hat die Simcoe Muskoka District Health Unit die Expositionszeit auf nur eine Sekunde verkürzt, wenn Personen keine Gesichtsmasken trugen“, heißt es im kanadischen Magazin The Globe and Mail. Noch gibt es allerdings keine offiziellen Studien dazu.

Corona-Mutation: Auch Deutschland betroffen

Nicht nur in Kanada, auch in Deutschland ist die Corona-Mutation B.1.1.7 bereits angekommen. Auch die neue Variante aus Brasilien und Südafrika wurde hierzulande bereits nachgewisen. Wo genau die Corona-Mutationen nachgewiesen wurden, zeigen eine Deutschlandkarte sowie eine Excel-Tabelle. Diese typischen Corona-Anzeichen könnten für eine Ansteckung mit der Corona-Mutation B.1.1.7 sprechen.

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