Bisher gibt es keine sicheren Daten zur Verträglichkeit des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer (BNT162b2) bei schwangeren Frauen. Das soll sich ändern, denn das Unternehmen möchte das Vakzin jetzt bei einer Studie mit rund 4.000 Schwangeren testen.

Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer: Neue Studie gestartet

BioNTech und Pfizer, Hersteller des ersten zugelassenen Corona-Impfstoffs in Deutschland, wollen ihre Studien zum Vakzin weiter ausbauen. Am 18. Februar 2021 gaben die Unternehmen bekannt, dass es im Rahmen einer klinischen Studie der Phase 2/3 bei etwa 4.000 gesunden schwangeren Frauen ab 18 Jahren getestet wird. Erste Teilnehmerinnen der Studie wurden in den USA bereits geimpft. Die Untersuchung umfasst auch Schwangere in Kanada, Argentinien, Brasilien, Chile, Mosambik, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und Spanien.

„Wir sind stolz darauf, diese Impfstoffstudie mit schwangeren Frauen zu starten und weitere Ergebnisse zur Sicherheit und Effizienz zu erheben, um so den möglichen Einsatz des Impfstoffs in wichtigen Subpopulationen zu unterstützen“, sagte Dr. William Gruber, Senior Vice President of Vaccine Clinical Research and Development bei Pfizer laut einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Schwangere Frauen hätten ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Auch ist die Gefahr größer, einen schweren Corona-Verlauf zu haben. „Es ist daher sehr wichtig, dass wir einen sicheren und effektiven COVID-19-Impfstoff für diese Bevölkerungsgruppe entwickeln.“

Wichtige Informationen zur Studie

Hier ist ein kleiner Überblick über die Studie zum Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer bei schwangeren Frauen:

  • Sie werden zwischen der 24. bis 34. Schwangerschaftswoche geimpft.
  • Die Studie untersucht die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von zwei Dosen oder Placebo.
  • Die Dosen des Corona-Impfstoffs bzw. Placebos werden in Abstand von 21 Tagen verabreicht.
  • Die Studie läuft für etwa sieben bis zehn Monate
  • Auch die Sicherheit in den Kindern der Schwangeren wird untersucht
  • Auch die Übertragung potentiell schützender Antikörper auf die Kinder wird untersucht
  • Die Säuglinge werden etwa bis zum 6. Lebensmonat beobachtet

Bevor die Studie an schwangeren Frauen beginnen durfte, mussten BioNTech und Pfizer eine Studie zur Entwicklungsschädigung und Reproduktionstoxizität durchführen. Hierbei wurden keine Anzeichen festgestellt.

Weitere Infos zur Corona-Impfung

Der Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer sollte laut einer Studie auch gegen die Corona-Mutationen Schutz bieten. Diese Folgen melden Geimpfte mit dem Vakzin am häufigsten. Und das sagen Experten zu den Bedenken vieler Menschen, dass Corona-Impfung menschliches Erbgut verändern könnte.

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