Warum nennt sich das seltene Himmelsphänomen, welches Forschende jüngst im Universum entdeckt haben, „Einsteinkreuz“? Weil es tatsächlich etwas mit Albert Einstein zu tun hat. Das Gravitationslinsensystem ist quasi eine visuelle Bestätigung von Albert Einsteins Relativitätstheorie, in welcher der Wissenschaftler die Raumzeitkrümmung durch große Massen oder Energien beschreibt. Überraschend konnten gleich mehrere solcher Himmelsphänomene im Universum durch die Raumsonde Gaia der ESA (The European Space Agency) beobachtet werden.


Wer war Albert Einstein?
  • Er war ein Physiker, der mit der Relativitätstheorie die Welt revolutionierte
  • Seine Werke gelten als Grundpfeiler der modernen Physik
  • Er ist geboren am 14. März 1878 und gestorben am 18. April 1955
  • Ein starkes Zitat: „Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“

Seltenes Himmelsphänomen der Einsteinkreuze: Die Hintergründe

Im Jahr 1912 sagte Albert Einstein das Himmelsphänomen der Gravitationslinsen (Einsteinkreuze) voraus. In ihnen wird das Licht ferner aktiver Galaxienkerne (Quasare) so stark durch massereiche Objekte im Vordergrund gekrümmt, dass dabei für uns mehrere Abbilder entstehen. Doch erst 1979 wurden das heute als Einsteinkreuze benannte Himmelsphänomen erstmals bildlich eingefangen. Wie selten es entdeckt werden kann, zeigt auch Folgendes: Seit 1985 sahen Forschende nur etwa 50 Einsteinkreuze. Der Grund dafür?

„Es ist schwierig, neue zu finden, da wir keine Ahnung haben, wo wir genau nach ihnen suchen sollen. Es erfordert eine hochauflösende Bildgebung, nur um Kandidaten zu finden“, erklärt Francois Mignard von der Universität Côte d’Azur in Frankreich und Mitglied der Gaia Gravitational Lenses Working Group (via ESA).

ESAs Raumsonde Gaia sorgt jetzt jedoch dafür, dass die Anzahl des entdeckten Himmelsphänomen um 25 Prozent steigt. Denn sie konnte gleich zwölf Einsteinkreuze erspähen.

Warum suchen Forschende nach ihnen?

Mehrfach abgebildete Quasare könnten wertvolle Informationen über die Verteilung der Dunklen Materie in den Vordergrundgalaxien liefern.

„Basierend auf der allgemeinen Relativitätstheorie und der Verteilung der Materie in der Galaxie können wir vorhersagen, wo sich die Bilder des Linsenquasars befinden sollten. Der Unterschied zwischen dem, was wir vorhersagen und dem, was wir beobachten, sagt etwas über die Eigenschaften verschiedener Modelle der dunklen Materie aus“, sagt Teammitglied Alberto Krone-Martins von der University of California in den USA und vom Zentrum für Astrophysik und Gravitation der University of Lisbon in Portugal.

Noch mehr Spannendes aus dem Universum

Es gibt zahlreiche spannende Himmelsphänomene, die wir auch mit bloßem Auge erkennen können. Dazu zählen etwa Sternschnuppen, die immer etwas Magisches an sich haben. Doch was sind Sternschnuppen überhaupt? Und was steckt eigentlich hinter dem pinken Mond? Weißt du außerdem, warum der Mond eigentlich leuchtet?

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