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Du hast Langeweile? Besonders im Job kann sie krankmachen

Langeweile am Arbeitsplatz kann krankmachen.
Langeweile am Arbeitsplatz kann krankmachen.
Foto: Getty Images/Witthaya Prasongsin
Artikel von: Regina Singer
In manchen Fällen kann Langeweile, beispielsweise bei der Arbeit, krankmachen.

Eine ganze Welt ist theoretisch mit dem Handy immer griffbereit. Dennoch kann das Gefühl von Langeweile aufkommen. Doch es gibt unterschiedliche Arten von Langeweile. Besonders bei der Arbeit kann sie dich krankmachen. Darauf weist der Begriff Boreout hin. Doch was sind die Boreout-Symptome?

Boreout: Wie Unterforderung und Langeweile im Job krank machen
Boreout: Wie Unterforderung und Langeweile im Job krank machen


Zitate zu "Langeweile"

  • "Geist ist die Voraussetzung der Langeweile" – Max Frisch
  • "Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen; solche, die sich zu Tode arbeiten; und solche, die sich zu Tode langweilen" – Winston Churchill
  • "Alles, was sich zu lange hinschleppt, ehe es zu etwas nur irgend Sichtbarem wird, verliert an Interesse" – Wilhelm von Humboldt

Langeweile hat fünf verschiedene Formen

Langeweile ist nicht immer Langeweile. Sie kann sehr unterschiedlich sein und sich unterschiedlich äußern. Ist sie ungesund, so wird sie seit einiger Zeit als Boreout bezeichnet. Obwohl es keine offizielle Diagnose ist, wird mittlerweile von unterschiedliche Boreout-Symptomen gesprochen. Doch zunächst widmen wir uns den unterschiedlichen Langeweile-Typen, die es laut psychologischer Studien geben soll (via Spektrum). Es gibt:

  • indifferente Langeweile (positiv entspannt oder unterfordert)
  • kalibrierende Langeweile (stärker angespannt und missgestimmt)
  • suchende Langeweile (nervös und suchend nach spannenden Aufgaben)
  • reaktante Langeweile (ruhelos und verärgert)
  • apathische Langeweile (sehr negativ, geringe Aktivierung mit Symptomen einer Depression)

Es scheint, als könnte reaktante und apathische Langeweile ungesund sein. Sie könnten psychische und psychosomatische Probleme fördern. Das könnte sich auch bei dem sogenannten "Boreout"-Syndrom zeigen.

Was genau ist das Boreout-Syndrom?

Hast du Langeweile im Job, so kann das Boreout genannt werden. Das kann auch bedeuten, dass du das Gefühl hast, keine sinnvolle Beschäftigung zu haben und nur nach Vorschrift arbeitest. Laut Karrierebibel können unter anderem das Boreout-Symptome können sein:

  • Niedergeschlagenheit
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit
  • Schwindel
  • Lustlosigkeit
  • Ziellosigkeit
  • Unzufriedenheit
  • Sinnkrise
  • Verzweiflung

Allerdings ist das "Boereout-Syndrom" keine anerkannte Diagnose. Es gibt keine klare Definition. Solltest du jedoch solche Boreout-Symptome zeigen und zudem auch noch körperliche Beschwerden (Kopfschmerzen, Magenschmerzen) haben sowie anfällig für Infektionen sein, solltest du in dich hinein horchen. Zwar muss es nicht zwangsläufig bedeuten, dass du einen Boreout-Syndrom hast, jedoch kann es bedeuten, dass du nicht glücklich im Job bist und er dich krank macht.

Bedenke: Dies können auch Anzeichen einer Depression sein. Wir können dir an dieser Stelle keine medizinische Diagnose stellen. Daher kann in solchen Fällen therapeutische Hilfe wichtig sein.

Fazit: Langeweile ist durchaus ernstzunehmen

Ob man von reaktanter und apathischer Langeweile oder von einem Boreout-Syndrom spricht: Es kann durchaus ungesund für dich sein, dich stark zu langweilen oder das Gefühl zu haben, einer sinnlosen Tätigkeit nachzugehen. Horche im besten Fall tief in dich hinein. Behalte auch stets im Hinterkopf, dass du immer etwas gegen Langeweile tun kannst: Du kannst beispielsweise mit deiner oder deinem Vorgesetzen sprechen und dich für die Übernahme neuer Aufgaben stark machen.

Um die kleine Langeweile zwischendurch zu bekämpfen, kannst du zum Beispiel zehn lustige Siri-Fragen stellen. Außerdem findest du hier die fünf besten Apps gegen Langeweile.

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