Außerhalb unseres Sonnensystems ist es unglaublich schwer, Monde zu entdecken. Doch jetzt haben Wissenschaftler:innen eine Entdeckung gemacht, die sie zu der Annahme veranlasst, dass in der betreffenden Region gerade eine Mond-Entstehung stattfindet.

Die Entstehung eines Mondes in PDS 70

Etwa 370 Lichtjahre von unserer Erde entfernt befindet sich ein zehn Millionen Jahre altes Sternensystem mit der Bezeichnung PDS 70. Das Besondere ist, dass in diesem System erstmals die Region einer Mond-Entstehung entdeckt worden sein könnte.

In dem Sternensystem gibt es zwei Protoplaneten (PDS 70b und c), die 2018 und 2019 vom Very Large Telescope (VLT) des European Southern Observatory entdeckt wurden.

Monde bilden sich aus riesigen Staubmengen

Bei einer genaueren Untersuchung mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) konnte eine Menge Staub um den Planeten PDS 70c entdeckt werden. Es hat sich eine große Staubscheibe gebildet, die etwa so groß ist wie die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne. Sie enthält genügend Masse, um drei kleinere Monde zu bilden, deren Größe in etwa unserem Monde entsprechen würde.

Laut der Wissenschaftlerin Myriam Benisty von der Universität Grenoble hat die Entstehung der Monde bereits begonnen, berichtet Engadget.

Neues Teleskop soll Beweise liefern

Noch fehlen jedoch leider die Beweise für diese These, weil unsere Technik noch nicht fortgeschritten genug ist. Wie das Sciencemag berichtet, wird es erst mit dem Extremely Large Telescope möglich sein, die Mond-Entstehung in dem fremden Sternensystem zu beobachten. Das Projekt befindet sich zurzeit noch im Bau und wird nicht vor dem Jahr 2027 den Betrieb aufnehmen.

Mehr zum Thema

Auch über die Entstehung unseres Mondes gibt es interessante Fakten zu berichten. Wusstest du beispielsweise, dass der Mond aus der Erde entstanden ist? Der Erdtrabant hat auch Auswirkungen auf die Gezeiten auf unserem Planeten. Durch die sogenannte Libration des Mondes könnte es im kommenden Jahrzehnt zu verheerend vielen Hochwassern kommen.

Quelle: Engadget, Sciencemag, ESO

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