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Zähne putzen: Studien zeigen, das ist gut für Herz und Lunge

Es gibt zwei weitere Gründe, deine Zähne zu putzen.
Es gibt zwei weitere Gründe, deine Zähne zu putzen.
Foto: Getty Images/StefaNikolic
Artikel von: Regina Singer
Zähne putzen ist wichtig, das ist fraglos klar. Zwei Studien liefern weitere Gründe für gute Zahnhygiene.

Um Karies zu verhindern und gesunde Zähne zu haben, putzen wir täglich mindestens zwei Mal unsere Zähne. Tatsächlich bringt das laut wissenschaftlicher Studien noch mehr: Zähne zu putzen hilft der Lunge und dem Herzen.

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Zähne putzen: Worauf achten?

  • Der Bürstenkopf sollte maximal 2 cm groß sein.
  • Die Borsten sollten mittelhart sein. Bei empfindlichen Zahlfleisch können sich weiche Borsten eignen.
  • Putze deine Zähne mindestens 2 bis 3 Minuten. Putzt du länger, können aber zu besseren Ergebnissen führen.
  • Putze deine Zähne mit kleinen Bewegungen auf einer Stelle.
  • Bedenke auch deine Zahnzwischenräume: Reinige sie mithilfe von Zahnseide, Zahnzwischenraum-Bürsten oder anderen Hilfsmittel.
  • Quelle: Universitätsmedizin Greifswald, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZZMK)

Zähne putzen: Zwei Gründe mehr, es regelmäßig zu tun

Es tut deinem ganzen Körper gut, wenn du dir regelmäßig die Zähne putzt. Zum einen kann es das Risiko verringern, an einer Lungenentzündung zu erkranken und zum anderen kann es das Risiko für Vorhofflimmern und Herzschwäche reduzieren. Das zeigen zwei unabhängige Studien.

Zähne putzen gegen Lungenentzündungen

Lungenentzündungen werden meist von Bakterien ausgelöst, die sich im Mundraum besiedeln können. Wird dieser nicht gereinigt, ist es möglich, dass sich die Krankheitserreger schneller in Richtung Atemwege ausbreiten können. Zähne putzen kann hier also helfen.

Das fand eine Studie heraus, die im Jahr 2008 im Fachblatt "European Respiratory Journal" veröffentlicht wurde. Ziel der Untersuchung war es, Risikofaktoren für eine ambulante Lungenentzündung (Pneumonie) zu identifizieren. Mehr als 859.000 Versuchspersonen nahmen an der Studie teil.

Zähne putzen gegen Herzschwäche

Forschende aus Korea fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit an Vorhofflimmern um zehn Prozent reduziert werden kann, wenn du mindestens drei Mal täglich deine Zähne putzt. Eine Herzinsuffizienz kann sogar um zwölf Prozent reduziert werden.

Für die Studie wurden Daten von mehr als 160.000 Menschen analysiert. Im Jahr 2019 veröffentlichten die Wissenschaftler:innen ihre Ergebnisse und konkludieren: "Eine gesündere Mundhygiene durch häufiges Zähneputzen und professionelle Zahnreinigung kann das Risiko von Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz verringern." Hier kannst du genauer nachlesen, wie wichtig es ist, wie oft du die Zähne putzt.

Fazit: Gesundheit fängt im Mund an

Wie die beiden Studien von 2008 und 2019 zeigen, fängt Gesundheit im Mund an. Darum ist es also umso wichtiger regelmäßig und richtig Zähne zu putzen. Dabei stellt sich oft die Frage: Soll ich die Zähne vor oder nach dem Frühstück putzen? Hier gibt es die Antwort. Vielleicht hast du mehr Spaß an der Mundhygiene, wenn du Zahnbürsten mit einer App-Kompatibilität nutzt.

Quellen: Studie "New evidence of risk factors for community-acquired pneumonia: a population-based study", veröffentlicht im European Respiratory Journal, Studie "Improved oral hygiene care is associated with decreased risk of occurrence for atrial fibrillation and heart failure: A nationwide population-based cohort study", veröffentlicht im European Journal of Preventive Cardiology, Universitätsmedizin Greifswald, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

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