Im November 2017 landete die Mars-Sonde InSight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) auf dem Roten Planeten. Die Aufgabe des Landers besteht darin, das Innere des Erdnachbarn zu erforschen. Konkret werden dazu seismische Aktivitäten und der Wärmefluss des Mars untersucht. Wissenschaftler:innen der NASA werten anschließend die daraus gewonnenen Daten aus.

Mars: InSight fängt Rekordbeben auf

Am 18. September maß der InSight-Lander eines der größten und am längsten andauernden Marsbeben seit Beginn seiner Messungen. Es hatte eine geschätzte Stärke von 4,2 und dauerte fast eineinhalb Stunden. Dabei handelt es sich bereits um das dritte größere Beben, das die Mars-Sonde binnen eines Monats gemessen hat.

„Hätten wir in diesem Jahr nicht schnell gehandelt, hätten wir vielleicht einige großartige wissenschaftliche Erkenntnisse verpasst“, erklärt Bruce Banerdt, der leitende InSight-Forscher vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. „Selbst nach mehr als zwei Jahren scheint uns der Mars mit diesen beiden Beben, die einzigartige Merkmale aufweisen, etwas Neues zu bieten.“

NASA gewinnt neue Erkenntnisse

Die seismischen Wellen eines Bebens verändern sich auf ihrem Weg durch den Marsboden. Dadurch geben sie Wissenschaftler:innen die Möglichkeit, Schlüsse auf die Beschaffenheit der Kruste, des Mantels und des Kerns des Planeten zu ziehen. Konkret erhofft sich die NASA dadurch Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte des Mars und anderer felsiger Welten, einschließlich der Erde und ihres Mondes.

Allerdings ist der InSight-Lander nicht die einzige Sonde, die Fragen wie diesen auf den Grund geht. So hat im Rahmen der Mars 2020-Mission der Mars-Rover Perseverance erst jüngst eine Gesteinsprobe aufgesammelt, von der sich die Forscher:innen „unglaubliche Entdeckungen“ erhoffen. Zur Seite steht ihm sein fliegender Begleiter Ingenuity. Der Mars-Helikopter lieferte Ende August seine bislang „wertvollsten“ Aufnahmen.

Quelle: Mars Exploration Program

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