Entdeckt wurde „TIC 400799224“ vor nicht allzu langer Zeit, und das aus purem Zufall. Worum es sich dabei handelt, bleibt jedoch bis jetzt ungeklärt. Alles, was Astronom:innen gegenwärtig wissen, ist, dass sich der Flugkörper unberechenbar verhält. So bläst er beispielsweise eine große Menge Staub ins Universum, dabei aber kleiner zu werden.

Rätsel im Universum: So geheimnisvoll ist TIC 400799224

Im Moment ist nicht allzu viel über das Objekt bekannt. Was TIC 400799224 aber auffällig macht, ist sein Verhalten. Der staubige Flugkörper blockt das Licht seines Sterns nämlich bis zu 75 Prozent. Erklärbar ist das laut ScienceAlert kaum, zumindest liege es nicht daran, dass TIC 400799224 unberechenbarer oder hartnäckiger ist als andere Objekte, die sich vor ihren Stern schieben.

TIC 400799224 umrundet ein Sternensystem, das sich rund 2.300 Lichtjahre von uns entfernt befindet. Entdeckt wurde es von TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite), einem Weltraumteleskop der NASA. Damit suchen Forschende im Universum nach kleinen Planeten, die sich um unsere Nachbarsterne bewegen.

Flugobjekt hat sich selbst verraten

Dass TIC 400799224 aufgefallen ist, war ein Zufall. Die Staubwolke des Objektes verursachte einen plötzlichen Abfall der Helligkeit seines Sterns von fast 25 Prozent in nur wenigen Stunden. Gefolgt wurde dies von mehreren Veränderungen der Helligkeit, was als Eklipse interpretiert werden kann.

Normalerweise deutet dies auf ein sich zersetzendes Objekt im Universum hin. Nachdem die Astronom:innen aber sechs Jahre an Daten analysierten, fiel etwas Ungewöhnliches auf.

So umrundet TIC 400799224 nicht nur ein einzelnes, sondern ein binäres Sternensystem. Während einer der beiden Sterne mit einem verlässlichen Abstand von 19,77 Tagen pulsiert, verhält sich das Objekt, das ihn regelmäßig abdunkelt, in Form, Tiefe und Dauer unberechenbar.

„Die Natur des Objektes ist verwirrend, weil die Menge an emittiertem Staub groß ist; würde das aus der Zersetzung eines Objektes hervorgehen (…), würde es nur 8.000 Jahre überleben bevor es verschwindet. Dennoch bemerkenswert, im Laufe der sechs Jahre, in denen das Objekt beobachtet wurde, blieb seine Periodizität strikt und das Objekt, das den Staub absondert, anscheinend intakt.“

Karen Collins, Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

Forschende rätseln über Ursprung der Staubwolke im Universum

Unklar ist auch, welchen der beiden Sterne TIC 400799224 umrundet. Je nachdem, welcher davon der eigentliche Mutterstern des Objektes ist, blockiert dessen ausgestoßener Staub bis zu 37 Prozent oder 75 Prozent des Lichts, wie die Forschenden in The Astronomical Journal erklären.

Für den Staubausstoß selbst gibt es drei Theorien, von denen die Zweite als am wahrscheinlichsten gilt:

  1. Zersetzung eines Objektes beim Übergang von fest zu gasförmig
  2. Kollision mit einem kleinen, planetenartigen Objekt, was zu sporadischen Staubwolken führt
  3. Staub, der durch einen Planeten in der Scheibe des Sterns geführt wird

In der Vergangenheit waren ähnliche Beobachtungen zumeist auf zerfallende Planeten zurückzuführen. Aktuell glaub das untersuchende Team aber daran, dass sich die Daten davon genug unterscheiden.

Quellen: The Astronomical Journal, ScienceAlert

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