Das James-Webb-Weltraumteleskop hat einen Großteil seiner riskanten Operation gemeistert. Das zuerst gefaltete Teleskop hat sich inklusive Spiegel nach elf Tagen nun komplett entfaltet, eine riesige Erleichterung für die NASA und alle weiteren beteiligten Forscherinnen und Forscher.

„Ein weiterer herausragender Tag für JWST“

Das JWST, kurz für das James-Webb-Weltraumteleskop, hat einen besonders kritischen Punkt überwunden. Gefaltet wurde es ins All befördert, doch wie die deutsche Astrophysikerin Suzanna Randall bereits erwähnte, gab es bei der Mission ganze 300 Punkte, an denen sie hätte scheitern können.

Doch dem ist nicht so, mittlerweile ist auch der Sekundärspiegel an seiner korrekten Position. Bill Ochs, Webb-Projektmanager am Goddard Space Flight Center der NASA sagte bereits, dies wäre „ein weiterer herausragender Tag für JWST“. Etwa eine Million Kilometer ist das Weltraumteleskop nun von der Erde entfernt und scheint bestens intakt zu sein, was für große Begeisterung sorgt.

Auch Lee Feinberg hat am nach James Webb benannten Weltraumteleskop mitgearbeitet. Er ist überwältigt von dem Erfolg des Projekts und schildert noch einmal die prekären Umstände, unter denen diese Mission gelang.

„Webbs Sekundärspiegel musste in der Schwerelosigkeit und bei extrem kalten Temperaturen ausfahren und schließlich das erste Mal fehlerfrei funktionieren. Außerdem musste er sich mit einer Toleranz von etwa eineinhalb Millimetern ausfahren, positionieren und einrasten lassen und dann extrem stabil bleiben, während das Teleskop auf verschiedene Orte am Himmel zeigt – und das ist alles für einen Fangspiegel Tragwerk mit einer Länge von über 7 Metern.“

Lee Feinberg, Manager für optische Teleskopelemente am Goddard Space Flight Center der NASA

Das Teleskop soll Exoplaneten und deren Umgebung untersuchen, um in den Weites des Alls nach Leben zu suchen. Auch die Entstehung und Entwicklung von Galaxien, schwarzen Löchern, Sternen und ganzen Planetensystem wird das James-Webb-Weltraumteleskop erforschen.

Übrigens: Raumfahrtmissionen sind in diesem Jahr jedoch noch einige geplant, denn der Mensch hat große Weltraum-Ziele für 2022.

Quellen: NASA, SciTech Daily, Terra X

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