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Wann explodiert die Sonne?

Wissenschaftliche Daten erklären schon jetzt, wann die Sonne explodieren wird. Allerdings werden wir weitaus früher die Auswirkungen zu spüren bekommen.

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Woraus besteht die Sonne? Das wird dich überraschen

Der gigantische Feuerball am Himmel hält immer noch viele Rätsel für uns bereit.Doch eines wollen wir für dich klären: Woraus besteht die Sonne?

Das Leben auf unserem Planeten wird durch einen Faktor maßgeblich mitbestimmt: den zentralen, warmen Stern in der Mitte unseres Planetensystems. Allerdings wissen wir bereits, dass auch dieser untergehen wird. Doch wann explodiert sie Sonne? Und weitaus spannender: Werden wir das Ende überhaupt noch miterleben?

Wann explodiert die Sonne? Antwort verblüffend einfach

Durch wissenschaftliche Messungen und immer bessere Kenntnisse darüber, was Sterne überhaupt sind, ist diese Frage schnell beantwortet: in circa fünf Milliarden Jahren. Dann nämlich wird unsere Sonne kollabieren und womöglich in einer Supernova ihr Ende finden. Die Gesteinsplaneten, die sich, genau wie die Erde, nah an ihr befinden, werden in dem Zuge ebenfalls verschlungen.

Aber warum stellen wir uns eigentlich die Frage, wann die Sonne explodiert? Vielleicht liegt es einfach daran, dass uns dadurch die absolute Endlichkeit unserer eigenen Welt bewusst wird. Schließlich sind wir in den Augen des Universums lediglich ein biologischer Zufall irgendwo auf einem von Gestein und Schlamm geprägten Planeten, den wir unsere Heimat nennen.

Dabei ist es nicht entscheidend, wann die Sonne explodiert, sondern wie diese Entwicklung bis hin zur finalen Supernova aussehen wird. Indem Astronom*innen immer exaktere Daten darüber erhalten, wie es zu einer Supernova kommt, können wir immer präzisere Angaben über das Schicksal unseres Heimsterns machen.

Vom mittelgroßen Stern zum Roten Riesen

Im Moment befindet sich unsere Sonne im Hauptreihenstadium oder der Hauptreihensequenz. Das bedeutet, dass unser Stern genügend Wasserstoff besitzt, um eine Kernfusion zu ermöglichen und seinen eigenen Kern stabil zu halten. Unsere Sonne ist also noch sehr weit davon entfernt, zu kollabieren.

Unsere Sonne ist jetzt in der Blüte ihres Lebens. Sie hat bereits fünf Milliarden Jahre auf dem Buckel und somit brauchen wir uns eigentlich gar keine Sorgen machen. Die Frage ist nämlich nicht, wann die Sonne explodiert, sondern wie das Ende aussehen wird.

In etwa fünf Milliarden Jahren wird sie also ihren gesamten Wasserstoff aufgebraucht haben. Wie die NASA berichtet, endet dann auch die Kernfusion im Inneren der Sonne. Weil jedoch im äußeren Mantel weiterhin Wasserstoff vorhanden ist, expandiert der Stern.

Dabei kühlt die Sonne ab und färbt sich rot. Die Planeten Merkur und Venus werden als erstes von diesem gefräßigen Riesen geschluckt. Für die Erde ist die Sonne jedoch bereits viel früher eine Gefahr. Eine Studie von 2013 zeigt, dass eine höhere Sonneneinstrahlung von 10 Prozent bereits ausreicht, um unsere Ozeane zu vaporisieren. Und das könnte bereits in 1,5 Milliarden Jahren der Fall sein. Wann die Sonne explodiert, spielt also für uns keine Rolle mehr.

Das große Finale: Die Supernova

Ist der Wasserstoff erstmal aufgebraucht, und die Sonne dehnt sich über die Planetenbahnen aus, beginnt das große Finale. Nach der Wasserstofffusion beginnt die Sonne ihr übergebliebenes Helium zu verbrennen. In diesem Moment setzt eine dramatische Kettenreaktion ein, weil die Sonne nach und nach immer schwerere Elemente bildet. Das destabilisiert ihren Kern immer weiter, bis die Sonne in einer Supernova explodiert.

Mit einem großen Knall hat das relativ wenig zu tun. Eher stößt die sterbende Sonne am Ende ihre äußere Plasmahülle ab. Das alles hinterlässt einen wunderschönen kosmischen Nebel, den nur leider niemand mehr sehen wird. Im inneren dieser Wolken bleibt ein erdgroßes Objekt übrig, ein weißer Zwerg.

Quellen: „Delayed onset of runaway and moist greenhouse climates for Earth“, in: Geophysical Research Letters; Band 41, Ausgabe 1, S. 167-172., eigene Recherche, NASA.gov, Space.com

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