Das Weltall ist voller Geheimnisse und Phänomene, die auf Menschen schon lange eine faszinierende Wirkung ausüben. Neben vielen anderen Objekten und Erscheinungen beschäftigt sich die Forschung auch intensiv mit Schwarzen Löchern. Diese sind für gewöhnlich äußerst schwierig zu beobachten. Doch wie jetzt bekannt geworden ist, entdeckten Astronom:innen eine ganz neue Variante: eines, das sich frei bewegt.

Schwarze Löcher: Neue Forschung vor 10 Jahren

In ihren neu veröffentlichten Forschungsergebnissen beschreiben die Expert:innen ihre Befunde. Demzufolge soll das neuartige Loch 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt sein und sich damit innerhalb der Milchstraße fortbewegen. Die Forschungsgruppe bezeichnet ihren Fund als „erste eindeutige Entdeckung und Vermessung eines isolierten Schwarzen Lochs stellarer Masse“.

Für ihre Arbeit stand den Forscher:innen das Hubble-Weltraumteleskop zur Verfügung, um präzise Astrometrie am Stern durchzuführen, mit dessen Hilfe letztendlich der Fund gelang. Vor diesem fand nämlich ein Mikrolinseneffekt genanntes Ereignis statt: Ein Objekt (beziehungsweise die „Linse“) befindet sich vor einem Stern, dessen abgesonderte Lichtstrahlen dadurch gebogen werden, wodurch er größer wirkt.

Dieses Objekt entpuppte sich als das neue Schwarze Loch. Bereits 2011 ermittelten die Forscher:innen erste Daten zum betreffenden Mikrolinseneffekt, weitere Beobachtungen und die anschließenden Auswertungen nahmen dann noch mehrere Jahre in Anspruch.

Entdeckung erst der Anfang

Die Beobachtung könnte dabei nur die erste von vielen weiteren sein, die in Zukunft auf die Wissenschaft warten. Tatsächlich erwartet man noch Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte mehr dieser umherwandernden Phänomene zu finden. In der Theorie soll es Millionen von ihnen alleine in der Milchstraße geben.

Schwarze Löcher werden die Forschung also noch lange auf Trab halten. Erst Ende 2021 ist ein Schwarzes Loch plötzlich erloschen, was Wissenschaftler:innen vor ein Rätsel stellte.

Quelle: „An Isolated Stellar-Mass Black Hole Detected Through Astrometric Microlensing“ (2022, arXiv.org)

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