Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen ins All zu entsenden. Seit 1953 sucht sie nach Wegen, Menschen den Weltraum nahe zu bringen und dafür zu begeistern. So können Interessierte über NASA auch ein Praktikum machen. Die Sache hat jedoch einen Haken.

Praktikum bei der NASA: Einstieg leicht gemacht

Wer glaubt nur die klügsten Köpfe könnten überhaupt eine Chance haben, in der Raumfahrtbehörde zu arbeiten, irrt sich. Die NASA bietet bereits ein Praktikum für High School-Schüler:innen an. Bereits im zweiten Jahr an der Sekundärstufe US-amerikanischer Schulen können sich Schüler:innen bei der Behörde in den verschiedensten Bereichen bewerben.

Potentielle Praktikant:innen gehen hierbei einen standardisierten Prozess durch, der sie mit etwas Glück ins Goddard Space Flight Center bringt. Das Zentrum für unbemannte Raummissionen liegt in Greenbelt, Maryland, und bietet jährlich hunderte verschiedene Praktika für Menschen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen an. Die NASA hat hierfür in Maryland eigens vier Bildungszentren eingerichtet, die Schüler:innen und Studierende beherbergen.

Die NASA ebnet einem den Weg für das Praktikum. Schüler:innen einer High School brauchen für einen der begehrten Plätze lediglich einen Notendurchschnitt von 2. Im US-amerikanischen Notensystem entspricht das einer 3,0 auf einer 4,0-Skala. Die Crux dabei: Es werden ausschließlich Menschen mit einer US-amerikanischen Staatsbürgerschaft für ein Praktikum ausgesucht.

Konkurrenz ist hart

Auch ins Kalifornische La Cañada Flintridge lädt die Raumfahrtbehörde Interessierte ein. Am Jet Propulsion Laboratory (JPL) bietet die NASA immerhin 1.000 Bewerber:innen die Chance auf einen Platz. Der Ort hat Geschichte. Bereits 1936 gegründet, steuert die NASA über diese Forschungseinrichtung sämtliche Sonden und Satelliten. Somit werden auch die US-amerikanischen Mars Rover von hieraus bedient. Kein Wunder, dass sich allein für ein solches Praktikum weitaus mehr Menschen bewerben, als Plätze überhaupt vorhanden sind.

Um ein Praktikum bei der NASA für das JPL zu ergattern, reichen Noten und ein Abschluss allein nicht aus und werden auch nicht gefordert, wie Space.com schreibt. Wer überzeugen möchte, muss die unterschiedlichen Projekt am JPL kennen. Außerdem ist es empfehlenswert die Nachrichten und Forschungsergebnisse der NASA mitzuverfolgen. Schließlich verlangen die Prüfenden, dass sich die Bewerbenden zumindest in dem Feld auskennen, für das sie sich bewerben wollen.

Wer es jedoch schafft als Praktikant:in bei der NASA einzusteigen, den erwartet am JPL ein intensiver Sommer. Innerhalb von 10 Wochen verfolgen Studierende in Vollzeit Abschlüsse in den Bereichen der Physik, Astronomie, Technik oder Mathematik.

NASA-Missionen im Praktikum

Praktikant:innen bei der NASA müssen nicht befürchten, lediglich den Kaffee zu kochen. Das Praktikum ist extrem vielschichtig und kann innerhalb der verschiedenen Weltraum-Missionen der Behörde durchgeführt werden. Diese Projekte können planetologische, astrophysische und heliophysische Studien beinhalten.

Die NASA bietet Praktikant:innen nichts Geringeres als die Erforschung der Milchstraße an. So können Praktikant:innen unter anderem auch die von Sternen, Schwarzen Löchern und Galaxien emittierte Röntgenstrahlen auswerten. Außerdem bietet die NASA Neugierigen Einblicke in die Planetenforschung.

Für die Raumfahrtbehörde hat das nur Vorteile. Praktikant:innen sind keine Bürde des Betriebs, sondern gestalten aktiv die Forschung mit. So entdeckte 2019 etwa der damals 17-jährige Wolf Cukier von der Scarsdale High School in New York den Exoplaneten TOI 1338 b.

Und nicht nur die NASA sucht für die Weltraumpläne der Zukunft Leute. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA sucht bereits jetzt nach den Astronaut:innen für morgen. Außerdem sucht die NASA auch noch Freiwillige für ein außergewöhnliches Projekt, dass den Mars betrifft.

Quellen: Space.com

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