Etwas mehr als drei Jahre ist es nun her, dass der InSight-Lander die Mars-Oberfläche erreichte. Die Mission startete im Rahmen des Discovery-Programms der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und landete am 26. November 2018 auf dem Roten Planeten. Im Jahr 2020 endete die Primärmission von InSight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport), nun neigt sich auch die Sekundärmission dem Ende zu. Staubige Mars-Stürme könnten diesen Prozess beschleunigen.

Mars-Mission: Stürme werden zum Risiko

Im Auftrag der Organisationen NASA, DLR und CNES untersucht der Lander in erster Linie den Boden des Planeten. Er ist neben einer Vielzahl weiterer Instrumente mitunter mit einem Seismometer sowie einer Wärmeflusssonde ausgestattet. Mit ihrer Hilfe untersucht die Mars-Mission die frühgeologische Entwicklung des Mars. Von den Ergebnissen, die der Lander seit 2018 lieferte, erhofft sich die Wissenschaft Erkenntnisse über die Entstehung der erdähnlichen Planeten unseres Sonnensystems. Dazu gehören neben dem Mars etwa Merkur und die Venus.

Allerdings sind die Gegebenheiten auf der Oberfläche des Planeten nicht immer ideal zum Forschen geeignet. Immerhin werden nicht nur wir hier auf der Erde von Stürmen geplagt. Auf dem Mars tragen sie Unmengen an Staub mit sich. Dieser bedeckt die Solarpaneele von Rovers wie Curiosity und Perseverance, aber auch die des InSight-Landers. Die Ablagerungen verringern die Stromgewinnung des Roboters drastisch. Erst im Januar musste die NASA-Crew die Mars-Mission wegen eines solchen Sturms in den Sicherheitsmodus versetzen.

Leistungspegel vorerst stabilisiert

Mittlerweile würden die Sonnenkollektoren der Mars-Mission wieder nahezu dieselbe Menge Strom erzeugen wie vor dem Sturm. Damit sollte es dem Lander möglich sein, seinen Betrieb zunächst bis in den Sommer hinein fortzusetzen, schreibt die NASA Mitte Februar in einem Missionsupdate. Um auch weiterhin Energie zu sparen, schalte das Team die InSight-Instrumente nur für begrenzte Zeiträume ein. Es gehe davon aus, dass die Staubansammlung die Leistungsfähigkeit der Sonde im Laufe der kommenden Monate zunehmend verringern werde.

„Nachdem alle primären wissenschaftlichen Ziele der Mission erreicht wurden, besteht das Ziel nun darin, den Betrieb der Sonde bis zum Ende ihrer erweiterten Mission im Dezember zu ermöglichen. Ein vorbeiziehender Wirbelsturm, der Staub aufwirbelt, oder ein neuer Staubsturm, der die Staubansammlung erhöht, könnte den Zeitplan ändern.“

NASA (via InSight Mission News)

Quelle: InSight Mission News

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