Auch im „Star Wars“-Universum haben eine lange Zeit des technischen Fortschritts hinter sich gebracht. Beim Proto-Lichtschwert handelte es sich etwa um die erste Version der Waffe. Sie hatten einen ausgesprochen hohen Energiebedarf und waren daher mittels eines Kabels mit einer Art Kraftpaket verbunden. Könnte wie diese frühen Modelle auch ein echtes Lichtschwert mit Hilfe von Plasma funktionieren? Finden wir es heraus.

Echtes Lichtschwert – ist das überhaupt möglich?

Bei Plasma handelt es sich im Grunde lediglich um einen Aggregatszustand, konkreter noch um ionisiertes Gas. Tatsächlich nutzen einige Industrien Plasmaschneider beziehungsweise -brenner, um leitfähige Metalle zu schneiden. Auf den ersten Blick scheint ein echtes Lichtschwert doch also gar nicht so abwegig zu sein, oder? Nicht ganz.

Ein Plasmaschneider ist darauf angewiesen, dass das Material, das er durchtrennen soll, leitfähig ist. Denn der ionisierte Gasstrom, den er mittels komprimierter Luft zu einer Säule bläst, bildet einen Stromkreis mit dem zu schneidenden Material. Erst der dadurch fließende Strom erhitzt das Metall bis zu seinem Schmelzpunkt. Für einen Kampfdroiden würde das reichen – sofern er aus leitfähigem Metall besteht.

Proto-Lichtschwert bereits entwickelt

Schon 2022 hat Hacksmith Industrie eine Art ursprüngliches Proto-Lichtschwert entwickelt. Auch dieses echte Lichtschwert basiert auf einem Plasmastrom, der Temperaturen von bis zu 4.000 Grad Celsius erreicht. Das Schwert ist dazu in der Lage, sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien zu brennen. Allerdings läuft das noch nicht ganz so flüssig wie in den Filmen.

Das wohl größte Problem dieses Prototyps sowie eines jeden Plasma-betriebenen Lichtschwerts stellt die Quelle des Plasmas her. Denn das notwendige Gas können wir uns nicht einfach aus der Umgebung ziehen. Es muss komprimiert sein und wie im Video braucht es dafür wohl oder übel einen unhandlichen Tank. Selbst dann wirst du das Lichtschwert aber nicht sonderlich lange nutzen können, da dir früher oder später die Ressourcen ausgehen.

Mögliche Lösung voraus?

Künftige Ionenantriebstechnologie könnte dieses Problem beheben. Schon jetzt Arbeiten Wissenschaftler:innen daran, Plasma in Kombination mit leistungsfähigen Laserstrahlen zu nutzen, um Raumschiffe binnen nur 45 Tagen zum Mars zu bringen. Sie nutzen dazu Wasserstoffplasma, das sie auf eine Temperatur von 10.000 Kelvin (circa 9.727 °C) erhitzen. Im Vakuum verpassen sie dem Raumschiff damit zumindest in der Theorie von 17 Kilometern pro Sekunde (61.200 km/h).

Dennoch braucht es auch für dieses Beispiel vor allem eines: Stauraum. Darüber hinaus eignet sich diese Methode zwar zum Beschleunigen einer Raumfähre, ob sie aber je auf Schneidgeräte wie ein echtes Lichtschwert übertragen werden könnte, bleibt fraglich.

Quelle: Hacksmith Industries

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.