Die National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine hat eine Wunschliste für die NASA entworfen, die den Fahrplan für die nächsten 10 Jahre bereitstellt. Darunter: Das Erkunden neuer Planeten, die Verteidigung der Erde gegen Gefahren aus dem All sowie weitere Erkundungen und Exkursionen innerhalb der Milchstraße.

Ganz oben auf der NASA-Wunschliste: Mond, Mars und Uranus

Das entworfene Portfolio soll dabei helfen „die Ursprünge und Entwicklungen des Sonnensystems, des Lebens und die Möglichkeiten der Bewohnbarkeit jenseits unserer Erde zu verstehen“, heißt es von der mitwirkenden Astrophysikerin Robin Canup.

Dabei spielt das Erforschen unserer Planeten sowie des Mondes keine unwesentliche Rolle. Ganz oben auf die Liste neben bereits laufenden Missionen gen Mond und Mars steht für die kommende Dekade die Erforschung des Eisgiganten Uranus. Eine Sonde, ähnlich der aktiven Perseverance-Sonde auf dem Mars, könnte der Wissenschaft wertvolle Erkenntnisse über den Planeten liefern.

Auch Saturn und Venus sollen sich von nah und fern angeschaut werden. Aber dort ist die Priorität geringer, weswegen damit nicht in den kommenden Jahren zu rechnen ist.

Verteidigung der Erde gegen Gefahren aus dem Weltall

Da außerirdisches Leben, geschweige denn eine außerirdische Gefahr, nicht als bewiesen gilt, bezieht sich dieser Punkt aus dem Schriftstück der Akademie also nicht auf eine sich anbahnende Alien-Invasion. Stattdessen geht es darum, die Erde vor Kometen und Co. zu schützen. So heißt es:

„Die Planetenverteidigung ist Teil einer internationalen Kooperation zur Erkennung und Verfolgung von Objekten, die eine Bedrohung für das Leben auf der Erde darstellen könnten, und ein Element der planetarischen wissenschaftlichen Bemühungen der NASA, die sich mit der menschlichen Gesundheit und Sicherheit befassen.“

National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine

Genauer sollen technische Möglichkeiten entwickelt werden, um „erdnahe Objekte“ besser

  • erkennen,
  • verfolgen
  • und charakterisieren zu können.

Auch an der Früherkennung besagter Objekte soll gearbeitet werden. Genauso steht natürlich im Fokus im Falle einer Gefahr Asteroiden und anderes Weltraum-Gestein in der Flugbahn stören und von der Erde ablenken zu können.

12 Fokus-Fragen für die kommenden 10 Jahre

Neben Empfehlungen für Missionen und Technik entwarf das Team auch 12 Fragen, um die es sich die nächsten 10 Jahre drehen soll. Diese Betreffen die Ursprünge, andere Welten und deren Prozesse sowie Leben und Überleben außerhalb der Erde. Dabei richtet sich auch der Blick außerhalb unseres Sonnensystems sowie auf das Thema vergangenes Leben jenseits der Erde.

Wie weit die NASA in der Beantwortung dieser Fragen binnen der nächsten 10 Jahre kommen wird, ist unklar. Auch wenn ein grober Fahrplan feststeht, ist unser Wissen über das Weltall sehr begrenzt. Zudem gibt es schon jetzt elementare Fragen, die die Wissenschaft wahrscheinlich nie klären wird.

Quelle: National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine

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