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Leben in der Simulation? Wissenschaft denkt, unsere Realität ist wirklich real

Unsere Realität ist nicht zwingend real. Das sagt zumindest die Simulationstheorie. Daher befindet sich die Wissenschaft seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Beweis für die Echtheit unserer Welt.

Es gibt einige Vertreter*innen der Simulationshypothese. Diese glauben, unsere Realität, also die Welt wie du sie erlebst mit all deinen Mitmenschen und Sinneseindrücken, ist nicht echt. Hierbei handelt es sich auch um keinen Gedanken, der völlig aus der Luft gegriffen ist. Denn: Noch hat die Wissenschaft keinen Beweis geliefert, dass unsere Realität real ist. Ein aktuelles Experiment vermag aber auszusagen, dass unsere Realität doch keine Simulation ist.

Die Realität beweisen ist nicht so einfach wie gedacht

Es mag erst witzlos zu erscheinen, dass ein Experiment zum Beweis unserer Realität eine spannende und gar notwendige Sache ist. Natürlich sind wir echt, oder? Ein kleiner Kniff in den Arm sollte Beweis genug sein. In der Tat beweist das aber nur, dass du in der Lage bist Schmerz zu empfinden.

Um herauszufinden, ob unsere gesamte Realität, also du als Person aber auch die Welt um dich herum, echt ist, braucht es einiges mehr. Die Wissenschaft ist demnach seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Beweis für die sogenannte objektive Realität. Die Krux ist: Dabei müssen deine Beobachtungen außenvor bleiben, weil das könnte ja alles unecht oder simuliert sein. Wie soll man sich also dieser objektiven Realität annähern?

An dieser Stelle kommt die Quantenphysik ins Spiel. The Next Web erklärt:

„Die Quantenphysik sagt uns, dass wir, wenn wir irgendetwas in unserem Universum vergrößern, schließlich eine komplexe Welt enthüllen werden, die aus winzigen Objekten besteht, die auf eine Weise interagieren, die wir in unserer alltäglichen Realität nicht beobachten können.“

The Next Web

Wenn wir jedoch die Welt im Kleinen (also in Quantenteilchen) verstehen, messen und beschreiben, können wir jene Erkenntnisse auch auf uns und unsere Realität anwenden.

Das Experiment: Quantenphysik hilft uns beim Verständnis unserer Realität

Verschiedene Experimente aus der Vergangenheit bewiesen beispielsweise, dass Licht als Teilchen aber auch als Welle funktioniert. Diese Erkenntnis aus dem Bereich der Quantenphysik ist maßgeblich für das Experiment, welches nun unsere Realität als real beweisen sollte. Das Problem ist nämlich, dass beide Schlussfolgerungen („Licht funktioniert als Welle“ vs. „Licht funktioniert als Teilchen“) nicht gleichzeitig zu beobachten sind.

Der Nobelpreisträger Nils Bohr beschreibt dieses Problem in seinem Komplementaritätsprinzip, welches besagt, dass sich zwei verschiedene Beobachtungen, also Teilchen vs. Wellen beim Licht, ausschließen, aber gleichzeitig ergänzen können.

Ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat nun in einem Quanten-Experiment erstmalig beide Effekte gleichzeitig nachweisen können. Diese bahnbrechende Beobachtung kann helfen, die klassische Physik (mit der wir unsere Realität aktuell beschreiben) sowie die Quantenphysik zu vereinen.

Mit weiteren Experimenten dieser Art, die mehr und mehr die Lücken der beiden Disziplinen schließen, kommen wir der Frage nach der Realität bzw. der Beschaffenheit unseres Universums und unserer Rolle darin immer näher.

Unsere Realität oder doch nur eine Simulation?

Die Frage „Leben wir in einer Simulation?“ findet einige prominente Anhänger, wie etwa Elon Musk oder der ehemalige NASA-Mitarbeiter Tom Capbell, wie golem erklärt. Auch wenn das Experiment ein erster Schritt ist, sich einer messbaren und beweisbaren Wahrheit anzunähern, befinden wir uns noch ganz am Anfang unserer Wissensreise. Gegebenenfalls ist die Frage nach der Beweisbarkeit unserer Realität, auch eine wissenschaftliche Frage, die wir niemals beantworten können.

Quellen: Golem, The Next Web

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