Anfang Juni soll es eigentlich mit der Artemis-Rakete in Richtung Mond gehen. Leider fiel diese nun durch einen abschließenden Test und muss repariert werden. Die Abreise für die Mondmission kann sich demnach verzögern.

Mond-Rakete fällt durch die „nasse Generalprobe“

Ein abschließender Test mit dem Spitznamen „wet dress rehearsal test“ (deutsch: „nasse Generealprobe“) bringt das Datum für die geplante Mondmission nun ins Wanken. Erst nach drei fehlgeschlagenen Versuchen vom 01. bis 08. April, fand das Team die Ursache für das Misslingen.

Für den Test wurde die Artemis-Rakete von der Montagehalle zum Launch-Komplex 39B geführt, wie wired aufschlüsselt. Dort wurde sie von den NASA-Mitarbeitenden an die Stromversorgungs- und Drucksysteme angeschlossen. Anschließend befüllten sie den Kraftstofftank mit 2.649.780 Litern flüssigem Wasser- sowie Stickstoff. Daher rührt auch das „nass“ im Namen des abschließenden Tests, bei dem binnen 10 Sekunden der Start der Rakete simuliert werden sollte.

Grund für das Misslingen sind unter anderem ein fehlendes Rückschlagventil sowie ein Leck im Tank. Die Rakete befindet sich nun wieder in der Montagehalle und wird repariert.

Mondmission gilt nicht als gefährdet aber verschiebt sich

Die Mondmission ist trotz des Rückschlags nicht gefährdet. Der stellvertretende Administrator des NASA-Hauptsitzes in Washington betont:

„Die mega Mond-Rakete hält sich nach wie vor gut. Das eine Rückschlagventil ist das einzige wirkliche Problem, das wir bisher haben. Wir sind nach wie vor stolz auf unsere Rakete.“

Tom Whitmeyer

Natürlich findet eine Wiederholung der Generalprobe statt, sobald die Probleme an der Artemis-Rakete behoben sind. Bedenkt man, dass der erste, fehlgeschlagene Test für den ersten April angesetzt war, obwohl es gen Mond erst Anfang Juni losgehen soll, muss man davon ausgehen, dass sich die Abfahrt eventuell verzögert.

Das Datum für einen weiteren Test ist seitens der NASA noch nicht bekannt gegeben. Das nächste Zeitfenster für den Start zum Mond verschiebt sich dadurch mindestens auf 29. Juni bis 12. Juli.

Hierbei handelt es sich nicht um das erste Problem rund um die Mondmission. Bereits im Vorjahr gab Probleme mit den Raumanzügen der NASA.

Quelle: wired

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