Auch über dem Mars gibt es einiges zu entdecken, das im Rahmen der aktuellen Mission nicht alltäglich ist. So konnte der Mars-Rover kürzlich etwas festhalten, das die NASA bislang anscheinend noch nicht ganz eindeutig benennen kann.

Mars-Mond vor der Sonne [Video]: Das sagt die NASA dazu

Auf Twitter postete die NASA vor kurzem und im Namen des Mars-Rovers ein Video vom Mars-Mond Phobos. Er ist neben dem kleinere Deimos einer von zwei Trabanten, die 1877 vom US-amerikanischen Astronom Asaph Hall am US Naval Observatory entdeckt wurden. Zu sehen ist, wie sich der unförmige Mond in Zeitraffer vor die Sonne schiebt und diese passiert.

„Wahrlich faszinierend. Ich habe mit meiner Mastcam-Z an eine Phobos-Sonnenfinsternis herangezoomt. Dieses detaillierte Video kann Forschenden in meinem Team helfen, den Orbit des Mars-Mondes besser zu verstehen und wie seine Gravitation das Marsinnere beeinflusst, einschließlich seiner Kruste & Mantel.“

Twitter/@NASAPersevere

Interessant ist, dass sich die NASA dabei für den Begriff „Sonnenfinsternis“ entschieden hat. Damit widerspricht sie sich selbst, gemessen an der Größe von Phobos im Vergleich zur Sonne und der eigenen Definition eines solchen Ereignisses:

„Finsternisse sind nicht nur für die Erde, die Sonne und den Mond typisch. Ähnliche Phänomene treten auch zwischen anderen Planeten und Monden auf. Wie bei einer Finsternis tritt ein Transit auf, wenn sich ein Objekt vor einem anderen Objekt vorbeibewegt.

Aber bei einem Transit ist die Größe des ersten Objektes nicht groß genug, um das zweite Objekt mit einen kompletten Schatten zu belegen. Stattdessen wandert ein sehr viel kleinerer Schatten vor dem Antlitz des entfernten Planeten oder Sterns entlang. Der wohl berühmteste, jüngste Transit war jener der Venus vor der Sonne im Jahr 2012.“

NASA

Schaut man sich das Video des Mars-Rovers an, ist aufgrund der Dimensionen schnell klar, dass der Weg des Mondes vor der Sonne per Definition eigentlich eher einem Transit entspricht.

Herkunft der Mars-Monde

Noch spannender ist allerdings, dass sowohl Phobos als auch Deimos selbst noch Rätsel für die NASA darstellen. Wie Nerdist berichtet, ist nämlich bislang nicht klar, woher die Objekte stammen.

Aufgrund ihrer unrunden Form besteht die Möglichkeit, dass es sich um Asteroiden handelt, die durch die Gravitation des Mars im Orbit eingefangen wurden. Planetare Objekte erfordern zumindest eine gewisse Masse, um eine runde Form zu entwickeln. Und dafür sind beide zu klein.

Quellen: NASA, Twitter/@NASAPersevere, Nerdist

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