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Krebsbehandlung der Zukunft: Heilung durch Nanochips?

Krebs eine der führenden Todesursachen auf der Welt und das schon seit langer Zeit. Trotzdem gibt es bis heute nicht die eine Lösung für die Erkrankung. Doch nun ist Forschenden ein potentieller Durchbruch mit Hilfe von winzig kleinen Chips gelungen. Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend.

Laut Statistischem Bundesamt war 2020 Krebs eine der führenden Todesursachen in Deutschland. 23,5 Prozent aller Tode konnte man auf eine entsprechende Erkrankung zurückführen – das reichte für Platz 2 in der Rangliste. Neue Forschungsergebnisse machen allerdings Hoffnung, dass diese Zahl in Zukunft zurückgehen könnte. Der Schlüssel zum Erfolg könnten Nanochips sein.

Auch interessant: Dies waren die häufigsten Todesursachen in Deutschland 2020 in %

Erkrankung des Kreislaufsystems34,3
Bösartige Neubildungen (Krebs)23,5
Krankheiten des Atmungssystems6,2
Psychische und Verhaltensstörungen6,0
Krankheiten des Verdauungssystems4,3
Verletzungen und Vergiftungen4,2
Covid-194,0
sonstige17,4
Quelle: Statistisches Bundesamt

Nanochips gegen Krebs

Der neueste Vorstoß in der Krebsbehandlung gelang einem Expertenteam am Spanish National Research Council. Dieses hat Nanochips aus Silikon hergestellt, die mechanische Zellvorgänge während der Mitose, einer bestimmten Form der Zellteilung, destabilisieren sollen.

Im Labor testete man sie anhand Gebärmutterhalskrebszellen. Dabei absorbierten die Zellen die Nanochips mit einer hohen Rate. 90 Prozent der Krebszellen, in denen sich die Chips befanden, zeigten daraufhin Charakteristika von veränderten Zell-Zyklen. Bei der Hälfte kam es sogar zu verlangsamten oder sogar gänzlich blockierten Zellteilungen. Diese Erkenntnisse legen also nahe, dass der Zelltod eine direkte Folge der Chip-Aufnahme sei.

Im Klartext: Die Chips können also verhindern, dass sich Krebszellen selbstständig vermehren, wodurch sie zu einem Schlüsselelement bei zukünftigen, medizinischen Behandlungen sein können.

Chips in verschiedenen Varianten möglich

Für die Untersuchungen experimentierte das Team außerdem mit verschiedenen Formen und Größen der Nanochips. Dabei beobachtete es auch unterschiedliche Resultate. Die oben genannten Ergebnisse gelten für Chips mit Sternenform. Es kamen aber auch größere zum Einsatz, die wie Scheiben aussehen. Diese schafften es im direkten Vergleich seltener in die Krebszellen, schalteten diese dann aber zu einer besonders hohen Rate aus.

Das bedeutet, dass die Nanochips nicht nur gegen Krebs und weitere Krankheiten eingesetzt werden könnten, sondern auch allgemein bei der Erforschung zellularer Mechanismen hilfreich sein können.

In der Forschung wurden zudem jetzt die meisten Mutationsarten entdeckt, die zu Krebs führen können. Auch das kann zu neuen Therapien führen. Um dich besser davor zu schützen, solltest du auch Abstand von krebserregenden Lebensmitteln wie Milch nehmen.

Quellen: „Intracellular Mechanical Drugs Induce Cell-Cycle Altering and Cell Death“ (Advanced Materials, 2022), Statistisches Bundesamt

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