Nicht nur die US-Weltraumbehörde (NASA) ist auf dem Mars aktiv. Auch China führt eine ganz eigene Mission aus. Aktuellen Erkenntnissen dieser Untersuchungen zufolge deutet besonderes Gestein darauf hin, dass es deutlich früher als bislang angenommen auf dem Mars Wasser gegeben haben könnte.

Mars-Wasser: Das hat der Rover Zhurong gefunden

Wie es in einer in Science Advances am 11. Mai veröffentlichten Studie heißt, hat der chinesische Mars-Rover Zhurong „kürzliche aquatische Aktivitäten in Utopia Planitia, Mars aufgedeckt“. Dabei bezieht sich der genannte Zeitrahmen auf eine mögliche Existenz von flüssigem Mars-Wasser noch vor etwa 700 Millionen Jahren.

Durch Messungen mit drei Instrumenten an Bord des Fahrzeugs sollen die entsprechenden Spuren festgestellt worden sein, wie die beteiligte Forschungsgruppe unter der Leitung von Yang Liu (Nationales Zentrum für Weltraumwissenschaften der chinesischen Akademie der Wissenschaften) erklärt.

Hierbei handelt es sich allerdings um indirekte Hinweise, genauer um spezielle Mechanismen der Gesteinsformung. Diese sollen durch das Vorkommen von flüssigem Wasser einsetzen wie etwa durch aufsteigendes Grundwasser oder versickerndes Schmelzwasser.

Forschungsresultate zum Mars-Wasser oft widersprüchlich

Ob die aktuellen Ergebnisse einen verlässlichen Zeitablauf für die Frage erlauben, ob und wann es auf dem Mars Wasser und lebensfreundliche Bedingungen gegeben haben könnte, bleibt abzuwarten. Sie stehen beispielsweise einer ebenfalls aktuellen Analyse gegenüber, die auf wenig bis kaum Wasser vor etwa 1,3 Milliarden Jahren hindeutet, wie heise.de berichtet.

Die Untersuchung eines Meteoriten, der vom Mars stammt, zeige demnach, dass nur ein kleiner Teil des Felsens mit Wasser in Kontakt gekommen ist. Allerdings könnte dies auch durch einen Einschlag vor 630 Millionen Jahren zu tun haben, weil dadurch die Entstehung eines hydrothermalen Systems am Ursprungsort des Gesteins nicht möglich war.

Quellen: Science Advances: „Zhurong reveals recent aqueous activities in Utopia Planitia, Mars“; heise.de

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