Nicht nur Kaffee, auch Tee wird von vielen nicht mehr ohne den Zusatz der weißen Flüssigkeit konsumiert. Was soll auch schief gehen? Dass Milch gesund ist, wurde uns schließlich seit Beginn der Kindheit vermittelt. Tatsächlich hat sie aber einige unangenehme Seiten. Einer Sorte konnte sogar kürzlich noch ein weiterer Nachteil zugeordnet werden.

Ist Milch gesund? Diese Gesundheitsprobleme sind bekannt

Das gängigste Annahme lautet wohl, dass regelmäßiger Milchkonsum aufgrund des Kalziumgehaltes gut für unsere Knochen und Zähne ist. Dazu kommen Eiweiße, Fette und Vitamine, die der Körper braucht. Soweit, so richtig. Die Frage „Ist Milch gesund?“ bekommt jedoch schnell eine Wendung, wenn es zum Beispiel um die Menge des Verzehrs geht.

Nicht nur sind bei übermäßiger Aufnahme laut GEO Entzündungsreaktionen im Körper möglich. Tatsächlich zählt Milch sogar zu den krebserregenden Lebensmitteln und sollte allein deshalb täglich nur in einer speziellen Maximalmenge zu sich genommen werden. Folgende Empfehlungen bestehen dazu, wenn es nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Stiftung Warentest geht:

  • Für gesunde Ernährung: nicht mehr als etwa 250 Milliliter fettarme Milch und zwei Scheiben Käse täglich
  • Als Krebsvorsorge: höchstens 200 bis 800 Milliliter täglich (Schutz vor Dickdarm- und Brustkrebs); Männer maximal 1.250 Milliliter täglich (Schutz vor Prostatakrebs)

Milch-Sorte soll das Gehirn beeinträchtigen

Eine am 7. Mai 2022 in Molecular Nutrition & Food Research veröffentlichte Studie geht nun noch einen Schritt weiter bei der Frage, ob Milch gesund ist. Sie zeigt, dass eine bestimmte Art sogar das Gehirn mancher Menschen beeinträchtigt und es vorzeitig altern lässt: Vollmilch.

Untersucht wurden 4.668 Personen zwischen 55 und 75 Jahren. Sie wurden zunächst über ihre Ernährungsgewohnheiten befragt und unterliefen anschließend neuropsychologische Tests, um eine Ausgangsbasis festzulegen. Bei allen Teilnehmenden lag zudem ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Zwei Jahre später erfolgte die exakt gleiche Untersuchung erneut. Dabei fanden die Forschenden eine mögliche „Verbindung zwischen einem höheren Level an kognitiver Abnahme innerhalb von zwei Jahren bei älteren Erwachsenen mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten für Vollmilch“.

Studien immer differenziert betrachten

Gleichzeitig betonen Expert*innen, dass es sich um frühe und rein aus der Beobachtung entstandene Ergebnisse handele, die keinesfalls als endgültig und festgeschrieben zu interpretieren sind. Studien wie diese dienten vielmehr als Guide für künftige Forschungen.

Ist Milch also nun gesund oder nicht? In der richtigen Menge kann sie dich mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Zu viel davon kann wie bei vielen anderen Nahrungsmitteln auch zu Problemen führen. Und neigst du zu bestimmten Gesundheitsrisiken könnte sie dir unter bestimmten Umständen eventuell sogar schaden.

Trinkst du Milch aber nicht wie Wasser, um deinen Flüssigkeitsbedarf zu decken, sondern eher moderat und bist auch sonst halbwegs gesund, sollte dir die weiße Flüssigkeit guttun.

Übrigens: Auf die Frage, ob du deinen Kaffee mit oder ohne Milch konsumieren solltest, gibt es eine überraschende Antwort aus der Forschung.

Quellen: Molecular Nutrition & Food Research: „Dairy product consumption and changes in cognitive performance: Two-year analysis of the PREDIMED-Plus cohort„; GEO

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