Ob nun die Wissenschaft, Esoterik oder Kunst – der Mond fasziniert uns Menschen seit jeher. In der Raumforschung ist er ein beliebter Gegenstand und schon bald sollen ihn wieder Personen betreten. In erster Linie geht es bei derartigen Unterfangen um die weitere Erkundung. Doch nun möchte ein ambitioniertes Startup einen Schritt weitergehen. Dafür hat es den Mond als ideale Lagerstätte ausgemacht. Und zwar für das gesamte Wissen der Menschheit.

Großes Datenzentrum auf dem Mond geplant

Wie The Register jetzt berichtet, plant das Unternehmen Lonestar Data Holdings aus Florida die Errichtung eines entsprechenden Datenbunkers auf dem Mond. Denn der Gründer und CEO der Firma Christopher Stott versteht nicht, dass die Menschheit „unsere wertvollsten Güter, unser Wissen und unsere Daten“ auf der Erde behält, wo wir „Bomben zünden und Dinge verbrennen.“

Seiner Ansicht nach müsse all das sicher gelagert werden und zwar fernab unseres Planeten. Damit kommt der Mond unweigerlich ins Spiel, wo Stott und sein Team das gesammelte Wissen der Menschheit unterhalb der Oberfläche in Lavaröhren lagern will. Dort soll es vor Strahlungen und extremen Temperaturschwankungen geschützt sein.

Erste Mond-Tests sollen schon 2022 starten

Der Anfang für das ambitionierte Projekt ist bereits getan, fünf Millionen US-Dollar an Investitionen konnte man bereits gewinnen. Der nächste Schritt sieht vor, Ende 2022 mit dem Nova-C-Lander Material auf den Mond zu bringen, um einen ersten Test zur Datenübertragung zu starten. 2023 soll dann der nächste Test folgen, dieses Mal am Südpol des Mondes und mit einem eigenen Speicherprototypen im Gepäck.

Bis 2026 möchte Lonestar Server mit einer Kapazität von bis zu 50 Petabyte auf dem Mond eingerichtet haben. Helfen sollen dabei vor allem: „Roboter … viele Roboter.“ Das setzt natürlich weitere Finanzierungen voraus. Wann der nächste Mensch wieder den Mond betreten wird, ist trotz Plänen der NASA noch nicht ganz abzusehen. Die Artemis-Rakete für die nächste Mondmission fiel bei einem Test durch. Nichtsdestotrotz sorgt der Mond weiterhin für Überraschungen.

Quelle: The Register

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