Darüber wann das Ende der Menschheit letztendlich eintritt, kann bislang nur spekuliert werden. Manche Forschenden prognostizieren uns einen Untergang in nur wenigen Jahrzehnten. Zumindest über das „wie“ ist sich aber der Physiker, Professor und Wissenschaftsjournalist Brian Cox sicher und sprach darüber in einem Podcast mit Conan O’Brien.

Unausweichlich? Das Ende der Menschheit soll vorbestimmt sein

Geht es nach Cox, könnte eine Art „Naturgesetz“ für ein besonders peinliches Aus sorgen. Dahinter verbirgt sich die Hypothese, dass eine Spezies irgendwann nicht mehr mit der Macht umzugehen weiß, zu der sie gelangt ist. Intelligente Lebewesen würden sich demnach früher oder später durch eigenes Handeln selbst auslöschen, wie Cox im Podcast „Conan O’Brien Needs a Friend“ erklärte. In unserem Falle wäre das Ende der Menschheit zum Beispiel durch den selbst verursachten Klimawandel oder Kriege denkbar.

„Es könnte fast ein Naturgesetz sein, wenn eine intelligente Spezies zu lernen beginnt und dadurch mächtiger wird, dass sie diese Macht auf eine Art einsetzt, die sie vernichtet, und vielleicht haben Zivilisationen nur eine Lebensspanne von tausend, zweitausend oder zehntausend Jahren.“

Brian Cox (via Daily Mail)

Tipp: Die besagte Folge des Podcasts „Conan O’Brien Needs A Friend“ mit Gast Brian Cox ist am 30. Mai 2022 erschienen, 56 Minuten lang und bei Spotify verfügbar.

Das könne bedeuten, dass intelligente Lebensformen nur auf der Erde existieren, weil alle anderen bereits nicht mehr existierten und ihren eigenen Untergang bereits herbeigeführt hätten. Cox fügte zudem hinzu es sei eine „gewaltige Schande“, dass auch wir uns irgendwann womöglich durch eigene Dummheit aus dem Universum beseitigen würden, „einfach weil wir Idioten sind“.

Menschen als „Laune der Natur“?

Für Cox erscheint unsere Präsenz als eine Art „Laune der Natur“. Immerhin würde nach dem Ende der Menschheit keine andere Lebensform „plötzlich anfangen, iPhones und Dinge zu erfinden (…). Es scheint sehr unwahrscheinlich.“

Ein solches Denken sei auch nicht neu. Cox verweist dabei auf das Essay „The Value of Science“ (1955) von Richard Feynman, der unter anderem wesentliche Beiträge zum Verständnis der Quantenfeldtheorien geliefert hat, aber auch an der wissenschaftlichen Grundlage für die Entwicklung nuklearer Bomben (Manhattan-Projekt) beteiligt war. Darin sorgt sich der Physiker, dass das Wissen, das wir uns angeeignet haben, unsere Weisheit übersteigt.

Wie Cox es ausdrückt: „Wir haben zu viel Macht für unsere Sterblichkeit und unsere Weisheit“, womit unser Intellekt nicht umgehen könne. „Und so waren sie überrascht, in den 50er Jahren da zu sein und sie lagen richtig damit, überrascht zu sein.“

Quellen: Podcast „Conan O’Brien Needs a Friend“

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