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Energie sparen: Wasserkochen soll bald viel effizienter sein dank neuer Entwicklung

Die Preise steigen überall und in vielen Bereichen. Energie sparen ist von daher eine der Devisen, auf die man achtgeben sollte. Forschende haben nun eine neue Möglichkeit entwickelt, wie sich das schon beim Wasserkochen bewerkstelligen lässt.

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Wasserkochen gehört zu den alltäglichen Tätigkeiten von den meisten Menschen. Sei es für den Tee, Kaffee oder generell für eine Mahlzeit – das Erhitzen der Flüssigkeit ist unverzichtbarer Bestandteil der Routine. Um dabei wertvolle Energie sparen zu können, haben nun Forschende eine ganz neue Entwicklung vorgestellt.

Energie sparen: Blasen vermeiden beim Wasserkochen

Für eine neue Untersuchung am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA haben Forschende Wasser kochen lassen und sich genau angeschaut, was bei dem Prozess wie vonstattengeht. Dabei fanden sie heraus, dass die dabei entstehenden Blasen grundsätzlich von Vorteil seien: Viele Blasen seien ein Indikator dafür, dass das Kochen effizient sei.

Wie so oft im Leben kann es aber von jeder guten Sache zu viel geben – so auch von Blasen. Denn: Eine zu große Menge von ihnen an der Oberfläche des zu erhitzenden Körpers (z. B. der Boden eines Kochtopfes) kann einen dünnen Gasfilm erzeugen, der wiederum den Hitzetransfer zum Wasser behindert. Dadurch werde mehr Energie benötigt.

Neue Technik ermöglich bessere Hitzeübertragung

Um dem vorzubeugen, hat das Team in die Heiz-Oberfläche ein Muster mit winzigen Kanälen (10 Mikrometer Breite) mit einem Abstand von 2 Millimetern zueinander eingebaut. So bleiben die Blasen an Ort und Stelle und verbinden sich nicht miteinander.

Um zugleich die daraus resultierende Reduktion der Blasen zu kompensieren, hat man unter anderem winzig kleine „Säulen“ eingearbeitet – dadurch vergrößert sich die erhitzte Oberfläche, die mit dem Wasser in Berührung kommt. Zusammen sorgen die verschiedenen Modifikationen dafür, dass Wasser schneller und energieeffizienter gekocht werden kann.

Dass man bald auch daheim energiesparend Wasser kochen kann, ist aber nicht abzusehen: In erster Linie ging es den Forschenden um die Optimierung des Prozesses in der Industrie. Und selbst dort könnte noch viel Zeit vergehen, da die Neuerungen bislang nur sehr aufwendig zu Forschungszwecken hergestellt wurden.

Quelle: „Three-Tier Hierarchical Structures for Extreme Pool Boiling Heat Transfer Performance“ (MIT, 2022)

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