Sind wir alleine in den Weiten des Weltalls oder gibt es noch andere wie uns? Außerirdisches Leben zu finden, stellt sich als ungemeine Herausforderung dar. Doch sind wir von einem Erfolg nicht so weit entfernt, wie man glauben sollte. Das zumindest denkt der Astrophysiker Sascha Quanz.

Außerirdisches Leben: Nur noch ein wenig Geduld

Auch wenn wir bisher nur einen Bruchteil verstehen, wächst das Wissen über das Weltall Tag für Tag. Dass wir uns in dem unendlichen Raum nicht alleine befinden, gilt als ziemlich wahrscheinlich. Dennoch fehlen bisher eindeutige Beweise für außerirdisches Leben. Der Astrophysiker Sascha Quanz an der ETH Zürich meint jedoch gegenüber t3n: „Wir können in 25 Jahren Leben außerhalb des Sonnensystems finden“.

Doch warum müssen wir uns noch beinahe drei Jahrzehnte gedulden? Wir haben Brücken zu überwinden, erklärt er. Selbst das neue James-Webb-Teleskop wäre nicht leistungsstark genug, um eindeutige Indizien für außerirdisches Leben zu entdecken. Dieses kann zwar weit entfernte Exoplaneten identifizieren und mithilfe modernster Messinstrumente gelingt es Forschenden, die Atmosphäre dieser fernen Welten zu analysieren.

Doch das reicht nicht. Denn am wahrscheinlichsten ist das Auffinden fremder Lebensformen in Sternensystemen, die unserem ähneln. Doch bei der Analyse von Exoplaneten, die wie wir, nahe um eine Sonne kreisen, reichen die aktuellen Instrumente nicht aus. Daher will der Astrophysiker neue entwickeln, die alles bisherige übertreffen.

Das müssen wir für eine erfolgreiche Suche tun

Hinzu kommt: Um den Geheimnissen des interstellaren Raums endlich auf die Spur zu kommen, müsse sich die Forschung verändern. An der ETH Zürich entsteht zu diesem Zweck ein neues Forschungs-​​​ und Lehrzentrum. Hier sollen Wissenschaftler*innen mehrerer Disziplinen zusammenarbeiten. „Um den großen Rätseln des Lebens endlich auf die Spur zu kommen, braucht es nun vor allem eines: Brücken zwischen den Disziplinen.“, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung.

Dabei stellen sich Quanz und Kolleg*innen nicht nur die Frage danach, unter welchen Bedingungen außerirdisches Leben überhaupt entstehen könnte. Sie versuchen auch zu elaborieren, in welcher Form wir es antreffen könnten.

Indes versucht man es auch mit direkten Kontaktversuchen. Erst in diesem Jahr versenden wir eine Botschaft, die hoffentlich von Aliens gefunden wird. Das steckt drin.

Quellen: t3n, ETH Zürich

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