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NASA: Chinas Aktivitäten besorgen US-Weltraumbehörde

Chinas Weltraumpläne beunruhigen den Chef der NASA. Nun stehen beide Parteien in einem direkten Wettstreit zueinander.

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312.000 Beschäftigte, 40 Missionen: Was ist die NASA?

Mondlandungen, wissenschaftliche Experimente und das Weltall. Was genau ist die NASA?

Die NASA hat viele Pläne. Einer davon ist eine erneute Mondlandung im Jahr 2025. Die Vorbereitungen laufen dafür auch bereits auf Hochtouren in der mehrstufigen Artemis-Mission. Allerdings betritt nun ein weiterer Spieler das Feld: China. Der Chef der US-Weltraumbehörde, Bill Nelson, erklärt, wieso ihn das besorgt.

NASA versus China? Wettrennen um zweite Mondlandung

Eine erneute Mondlandung in den kommenden Jahren bedeutet nicht nur für Weltraum-Fans und die Forschung einen Meilenstein. Auch in Sachen Politik ist entscheidend, wer das Wettrennen gewinnt. Ganz vorne mit dabei ist die NASA. Die US-Raumfahrtbehörde arbeitet im Zusammenhang mit der mehrteiligen Artemis-Mission bereits seit geraumer Zeit an dem Projekt.

Doch auch in Japan tüftelt man aktuell an einer Mond-Sonde, die im Laufe diesen Jahres unseren nächtlichen Leuchtkörper erreichen soll. Ziel ist es auch hier den optimalen Standort für eine Landung zu finden. Mit von der Partie ist außerdem Südkorea. Hier knipste man mit Hilfe seiner Sonde zwischen den Jahren reichlich Fotos, wie T-Online berichtet.

Größter Konkurrent für das amerikanische Projekt ist jedoch China, wie der NASA-Chef Bill Nelson in einem Interview mit Politico zugibt. Bisherige Beobachtungen lassen den Schluss zu, dass das große asiatische Land unter der Führung von Xi Jinping den Wettlauf gewinnen könnte.

„Wir müssen wirklich aufpassen“

„Es ist eine Tatsache: Wir befinden uns in einem Weltraumrennen“, heißt es von Nelson. In China hat man immerhin vor kurzem die Raumstation Tiangong fertiggestellt. Der NASA-Chef verweist auf weitere Fortschritte in der chinesischen Weltraumtechnik der letzten 10 Jahre.

Zudem befürchtet er, dass China Anspruch auf den Mond erheben könnte: „Wir müssen wirklich aufpassen, dass [China] nicht unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung an einen Ort auf dem Mond gelangt. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sagen: ‚Bleib draußen, wir sind hier, das ist unser Territorium.'“

Deshalb will China das Rennen gewinnen

Binnen drei Weltraum-Missionen will China die eigene Mondladung sicherstellen, erklärt Business Insider. Die Führung in Peking erhoffe sich dadurch ein besonderes Mond-Mineral, welches die Energieversorgung des Landes sicherstellen soll. Damit könnte Helium-3 gemeint sein, welches als nützliches Isotop für die Kernfusion gilt.

Quellen: Politico, Business Insider, eigene Recherche, t-online

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