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Mars-Rover wacht nicht mehr auf – China plant Rettungsmission

Die CNSA hat den Kontakt zum Mars-Rover Zhurong verloren. Nun soll ihn ein Orbiter der Organisation wieder aufspüren.

© imago images / Xinhua

Mars 2020: Die Suche nach Leben auf dem Roten Planeten

Die fünfte Mars-Rover- und erste Helikopter-Mission der NASA untersucht seit 2021 die Oberfläche und Atmosphäre unseres planetaren Nachbarn.

Seit 1997 schon landen alle paar Jahre neue Abgesandte der Erde auf dem Roten Planet. Die robotischen Kundschafter untersuchen die Umgebung, entnehmen atmosphärische sowie Bodenproben und nehmen Messungen vor. Neben den Curiosity und Perseverance, den Fahrzeugen der NASA, hat mit Zhurong auch China einen Mars-Rover auf dem der Erde nächsten Nachbarn.

Mars-Rover Zhurong verloren

Eigentlich sollte Zhurong schon vor gut einem Monat aus seinem zeitlich festgelegten „Winterschlaf“ erwachen. Wie nun die South China Morning Post berichtet, wartet die China National Space Administration (CNSA) aber noch immer auf Rückmeldung.

„Höchstwahrscheinlich haben die Sandstürme die Fähigkeit von Zhurong, seine Solarzellen zur Stromerzeugung zu nutzen, ernsthaft geschwächt“, zitiert die Honkonger Tageszeitung eine namentlich nicht genannte Quelle. So wäre es möglich, dass sich so viel Sand und Staub auf den Solarzellen niedergelassen hat, dass nicht mehr ausreichend Sonnenlicht hindurch kommt, um die Batterien des Mars-Rovers zu laden.

Orbiter auf Rettungsmission

Im Rahmen einer Aufklärungsmission will die CNSA nun den Orbiter Tianwen-1 bemühen. Die Sonde soll Aufnahmen von dem Rover machen, der sich südlich seiner Landestelle auf der Tiefebene Utopia Planitia befinden sollte. Zuletzt habe aber auch ein solches Vorhaben zu Problemen geführt.

So habe die Bodenkontrolle Schwierigkeiten gehabt, durch Tianwen-1 gesammelte Arten herunterzuladen. Sollte das weiterhin nicht funktionieren, bringen den Forschenden auch die beiden Kameras nichts, mit denen der Orbiter ausgestattet ist.

Ursprünglich war geplant, dass der Mars-Rover in Folge seines Erwachens weiter gen Süden reist, um die Überbleibsel eines einstigen Ozeans zu erkunden. Dieses Vorhaben, das Jia Yang, stellvertretender Chefkonstrukteur des Tianwen-1-Sondensystems, der South China Morning Post beschrieb, muss nun erstmal warten.

Quelle: South China Morning Post

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