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Weltall: Diese seltene Galaxie sendet viele Signale

Dank des Hubble-Teleskops konnte die NASA eine seltene Galaxie fotografieren. Diese zeichnet sich aber auch durch etwas anderes aus.

KI-generiertes Bild des Universums
© charnsitr - stock.adobe.com

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Bekanntlich ist das Weltall unvorstellbar groß, weswegen es Objekte und Phänomene gibt, die die Menschheit bislang nur sehr selten zu Gesicht bekommen hat. Doch dank des schon recht betagten, aber immer noch leistungsfähigen Hubble-Teleskops gelang der NASA ein bemerkenswertes Foto.

Weltall: Das ist die Galaxie NGC 612

Wie die NASA in einer neuen Mitteilung berichtet, handelt es sich bei dem Objekt um NGC 612. Die Galaxie ist an sich keine neue Entdeckung, denn schon 1837 wurde sie das erste Mal vom britischen Astronomen John Herschel gefunden. Nun ist aber eine sehenswerte Aufnahme geglückt.

Besonders auffällig ist hierbei das extrem helle Licht in der Mitte von NGC 612. Das liegt daran, dass es sich hierbei um eine aktive Galaxie handelt, dessen Zentrum 100-mal heller leuchtet als alle ihre Sterne zusammen. Das liegt an einem supermassereichen Schwarzen Loch, das für sehr viel Energie sorgt. Dadurch entstehen Strahlen aus Gas, die fast Lichtgeschwindigkeit erreichen und so das Zentrum illuminieren.

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NGC 612: Beispiel für besonders seltene Galaxien

Darüber hinaus ist NGC 612 ein Exemplar sehr selten vorkommender linsenförmiger Radiogalaxien. Das bedeutet, dass sie in sehr hohem Ausmaß Radiowellen aussendet und eine konkrete Ursache gibt es dafür noch nicht. Man glaubt allerdings, dass dies mit einer vergangenen Interaktion mit einer begleitenden Spiralgalaxie zu tun haben könnte. Bislang wurden nur fünf solcher Objekte gefunden.

Ferner ist das geschätzte Alter der Sterne in NGC 612 laut NASA sehr ungewöhnlich. Denn diese sollen sehr jung und „nur“ zwischen 40 bis 100 Millionen Jahre alt sein. Zudem fällt das Objekt in die Kategorie der Seyfert-Galaxien – als solche sendet sie auch jede Menge Infrarotstrahlung aus.

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Quelle: NASA, Instagram/nasahubble

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