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Weltall: Jumbo-Objekte geben seltsame Signale von sich

Zwei mysteriöse Objekte im Weltall faszinieren derzeit Forscherinnen und Forscher. Ihre Existent allein ist schon seltsam – ihr Verhalten umso mehr.

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Fermi-Paradoxon: Wo sind die Aliens?

Sind wir Menschen im All wirklich allein? Immer wieder diskutiert die Wissenschaft über die Frage, ob es außerirdisches Leben im Universum gibt. Das Fermi-Paradoxon will die Frage beantworten, warum wir allein sein könnten.

Erst im Herbst 2023 haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwei geheimnisvolle Objekte im Weltall ausgemacht, die für reichlich Aufsehen sorgen. Sie sind von enormen Ausmaßen und geben merkwürdige Signale von sich, die man nicht zuordnen kann.

Sternenlose Objekte ziehen durchs Weltall

Die betreffenden Objekte sollen so groß wie der Jupiter sein, weshalb man sie Jupiter Mass Binary Objects – oder kurz Jumbo. Um echte Planeten scheint es sich aber bei ihnen nicht zu handeln und auch einen Stern gibt es nicht in ihrer Nähe. Der Astrophysiker Luis Rodríguez aus Mexiko hat aber gegenüber Live Science verraten, dass ihm darüber hinaus noch eine Besonderheit aufgefallen ist.

Bei weiteren Nachforschungen fand er nämlich heraus, dass das Jumbo Radiosignale absondert. Diese könnten sehr hilfreich sein, um die Herkunft und Art der Objekte näher zu bestimmen. Allgemein hat man mehrere solcher Paarungen entdeckt, wobei eines, das Jumbo 24, besonders hervorsticht. Das Paar ist schwerer als alle anderen und weist einen geringeren Abstand zwischen sich auf als sonst.

Auch spannend: Immer wieder stößt die Forschung an ihre Grenzen dessen, was bekannt ist. Ein mysteriöser Fund im Weltall beeindruckt mit einer gewaltigen Struktur – und stellt bekanntes Wissen auf den Kopf.

Unbekannte Radiosignale von Jumbo 24

Obwohl die Jumbo planetenähnliche Objekte sind, fallen die Radiosignale von Nummer 24 ganz anders aus. Aufgrund ihrer Größe könnten sie auch als tote Sterne klassifiziert werden, aber auch dazu weicht das Signal zu sehr ab. Mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 1:10.000 glaubt Rodríguez auch nicht, dass zufällig ein unbekanntes Objekt hinter dem Jumbo dafür verantwortlich ist. Ausgeschlossen sind auch Außerirdische, denn dafür ist das Radiosignal wiederum zu natürlich.

Mit Hilfe bestehender Theorien finden die Forscher und Forscherinnen aktuell noch keine schlüssige Erklärung für die Existenz der Jumbo im Weltall. Deswegen müsste das Wissen über die Entstehung von Sternen und Planeten neu überdacht werden. Dazu möchte das Team weitere Daten sammeln, doch vorerst bleibt das Rätsel weiterhin bestehen.

Quellen: „A Radio Counterpart to a Jupiter-mass Binary Object in Orion“ (The Astrophysical Journal Letters 2024), Live Science

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