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Mond: Das könnte Menschenleben gefährden

Gemäß einer neuen Studie schrumpft der Mond aus bestimmten Gründen, was potenziell weitreichende Folgen haben könnte.

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50 Jahre Mondlandung: 5 verblüffende Erkenntnisse zum Erdtrabanten

50 Jahre nach der ersten Mondlandung 1969 ist bereits einiges über den Erdtrabanten bekannt. Das sind die fünf spannendsten Fakten zum Mond.

In der Vergangenheit haben Menschen bereits einige Spaziergänge auf dem Mond unternommen, und es ist geplant, dass sie in naher Zukunft dorthin zurückkehren. Allerdings könnten Raumfahrer und Raumfahrerinnen dabei auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen, wenn nicht vorsichtig vorgegangen wird. Dies liegt an seismischen Aktivitäten, die auf einen weitreichenden Prozess hinweisen.

Der Mond schrumpft

Von der Erde aus ist unser Mond ganz leicht mit dem bloßen Auge zu erkennen. Aber was genau auf ihm vor sich geht, ist aus dieser Entfernung nicht zu sehen. Einem US-Forschungsteam standen natürlich ganz andere Mittel zur Verfügung und bei seinen Untersuchungen stellte es fest, dass ein Gebiet am Südpol besonders stark von seismischen Aktivitäten betroffen ist. Diese sind Ausdruck davon, dass der Mond langsam, aber kontinuierlich schrumpft.

Das liegt daran, dass das Innere des Mondes noch heiß und geschmolzen ist, sich jedoch langsam abkühlt. Dadurch zieht sich der Himmelskörper zusammen und wird kleiner. Das geschieht zwar mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Metern in 100 Millionen Jahren. Wie Euronews einordnet, sorgt dieser Vorgang für sogenannte Schubverwerfungen, die ihrerseits starke Beben verursachen können.

Zudem sind über die Milliarden von Jahren zahllose Asteroiden aufgeschlagen, die jede Menge Material auf der Oberfläche aufgewirbelt und lose gemacht haben. Dieses ist entsprechend anfälliger für Beben, Erdrutsche könnten eine der Folgen sein.

Auch spannend: Obwohl wir schon vor mehr als einem halben Jahrhundert Fuß auf den Erdsatelliten gesetzt haben, gibt es immer noch viel Neues zu sehen und zu entdecken. So gelang erst kürzlich ein ungewöhnliches Foto vom Mond, das Millionen begeistert.

Erhebliche Sicherheitsrisiken für die Raumfahrt

Die neuen Erkenntnisse zu möglichen starken Beben auf dem Mond sind vor dem Hintergrund zukünftiger bemannter Missionen von besonderer Bedeutung. Am Südpol vermutet man Wasservorkommen und unter anderem die NASA möchte Ende 2026 in diesem Gebiet landen.

Genau dort ist das Risiko für Beben aber sehr hoch. Tatsächlich kam es in der Vergangenheit zum stärksten seismischen Ereignis, das jemals von Geräten aufgezeichnet wurde, die einst Astronauten bei früheren Missionen zurückließen. Für Missionen oder gar Siedlungen könnte es also sehr gefährlich werden.

Quellen: „Tectonics and Seismicity of the Lunar South Polar Region“ (The Planetary Science Journal 2024), Euronews

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