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Auf einem Asteroiden: Forscher entdecken überraschend wertvolle Fracht

Forschende haben auf einem Asteroiden Wassermoleküle identifiziert – und das zum ersten Mal überhaupt. Das bedeutet es für die Forschung.

Asteroid schwebt frei im All
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Neueste Forschungen haben auf den Asteroiden Iris und Massalia Wasser nachgewiesen. Diese Erkenntnisse basieren auf Daten, die vom Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) vor dessen Stilllegung im Jahr 2022 erhoben wurden. Beide Asteroiden, die durch ihre beträchtliche Größe bereits von Interesse waren, zeichnen sich jetzt auch durch ihren Wassergehalt aus. Sie liegen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Iris hat einen Durchmesser von 199 Kilometern und Massalia von 135 Kilometern.

Asteroiden tragen Wassermoleküle

Die Präsenz von Wasser auf Iris und Massalia fügt unserem Verständnis der Zusammensetzung des Sonnensystems eine neue Ebene hinzu. Sie deutet auf eine komplexere Verteilung von eisigen und silikatischen Asteroiden im gesamten Sonnennebel hin. Diese Komplexität bietet Einblicke in die frühen Prozesse der Planeten- und Asteroidenbildung. Die Entdeckung hat weitreichende Implikationen. Sie erweitert nicht nur unser Wissen über das Sonnensystem, sondern deutet auch auf das Potenzial für lebenserhaltende Elemente im Kosmos hin.

SOFIA spielte eine entscheidende Rolle bei dieser Entdeckung. Mit seiner Faint Object InfraRed Camera detektierte es Wassermoleküle auf der Oberfläche der Himmelskörper. Die Befunde stimmen mit früheren Entdeckungen von Wasser auf dem Mond überein und weisen auf einen möglichen gemeinsamen Mechanismus zur Speicherung von Wasser auf Himmelskörpern hin. Das entdeckte Wasser ist an Mineralien gebunden und von Silikaten absorbiert, ähnlich der Form, die auf dem Mond gefunden wurde.

Dr. Anicia Arredondo vom Southwest Research Institute leitete das Forschungsteam hinter dieser bahnbrechenden Entdeckung. Die Studienergebnisse zeigen, dass das Volumen und die Verbreitung von Wasser auf Iris und Massalia mit dem auf dem Mond vergleichbar sind. Diese Offenbarung fordert nicht nur unsere Annahmen über die Trockenheit von Asteroiden heraus, sondern eröffnet neue Forschungsfelder zur Verteilung von Wasser im Sonnensystem.

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Wasserverteilung im Sonnensystem

„Wir haben im zweiten Zyklus erste Messungen für zwei weitere Asteroiden mit Webb durchgeführt“, erklärte Arredondo im Rahmen einer Pressemitteilung des Southwest Research Institute (SwRI). „Wir haben einen weiteren Vorschlag für den nächsten Zyklus eingereicht, um weitere 30 Ziele zu untersuchen. Diese Studien werden unser Verständnis der Verteilung von Wasser im Sonnensystem verbessern.“

Nach dem Ruhestand von SOFIA wird die zukünftige Forschung auf das James Webb-Weltraumteleskop angewiesen sein. Mit seiner überlegenen Optik und Sensibilität wird erwartet, dass das James Webb-Weltraumteleskop tiefere Einblicke in die Geheimnisse der Wasserverteilung im Sonnensystem bietet. Dieser Übergang markiert eine neue Phase in der Erforschung von Himmelskörpern und ihrer Zusammensetzung.

Die Entdeckung von Wasser auf Iris und Massalia weckt Neugier auf die Möglichkeiten von Leben jenseits der Erde. Sie unterstreicht die Weite des Universums und das kontinuierliche Enthüllen seiner Geheimnisse. Mit weiterer Erforschung wird das Potenzial für lebenserhaltende Elemente in den weit entfernten Bereichen des Raums zunehmend plausibel, was neue Perspektiven auf unseren Platz im Kosmos bietet.

Quelle: „Detection of Molecular H2O on Nominally Anhydrous Asteroids“ (The Planetary Science Journal, 2024); Southwest Research Institute

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Dieser Artikel wurde mit maschineller Unterstützung (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

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