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„Wir dachten es sei unmöglich“: Entdeckung auf dem Mars verblüfft Forscher

Dass es auf dem Roten Planeten Wasser gibt, ist keine Neuigkeit mehr. Aber dass es auch in anderen Formen als Eis unterwegs sein kann, war bislang nicht bekannt.

Ansicht der Landschaft des Mars.
© Peter Jurik - stock.adobe.com

Mars 2020: Die Suche nach Leben auf dem Roten Planeten

Die fünfte Mars-Rover- und erste Helikopter-Mission der NASA untersucht seit 2021 die Oberfläche und Atmosphäre unseres planetaren Nachbarn.

Es gibt zahlreiche Forschende, die tagtäglich den Mars mithilfe von Rovern oder Teleskopen untersuchen. Vieles ist daher bereits erforscht, doch hin und wieder kommen noch große Entdeckungen vor. So fanden Wissenschaftler*innen nun völlig überraschend Frost.

Mars: Diese Entdeckung ist ein Meilenstein

Schon seit Jahrtausenden begeistert und fasziniert der Rote Planet große Teile der Menschheit. Als unser nächstgelegener Nachbar, der auch schon einige Male von Sonden und anderen Fahrzeugen besucht wurde, ist er auch ständig Gegenstand von Forschungsarbeiten. Das liegt auch daran, dass dort vor einigen Jahren die Existenz von Wasser festgestellt werden konnte, allerdings nur in Form von Eis an den ausgedehnten Polkappen des Mars.

Doch die Erkenntnis, dass Wasser auf dem Mars allein als Feststoff existieren kann, könnte sich mit einem aktuellen Fund aufweichen. So untersuchte ein Team von Forschenden der Brown University zahlreiche Fotoaufnahmen von den Gipfeln hoher Berge auf dem Planeten. Was sich auf den Fotos fand, war zunächst für die Wissenschaftler*innen nicht zu erklären. Es handelt sich nämlich offenbar um riesige Felder aus Frost, die sich auf den Bergen immer wieder bilden, wie diese in ihrer Studie schreiben.

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Das bedeutet der Fund

Die Frostfelder bedecken zumindest auf dem größten Berg des Mars, dem Olympus Mons, etwa eine Fläche von sechzig olympischen Swimming-Pools. Zugleich ist die Eisdecke allerdings extrem dünn, was eine Erklärung dafür sein kann, warum sie erst jetzt entdeckt wurde. Die Bilder kommen von der Kamera der ESA-ExoMars-Sonde, die in einer dichten Umlaufbahn um den Roten Planeten kreist.

Adomas Valantinas, einer der Wissenschaftler, kommentierte die Entdeckung laut ABC News: „Wir dachten, es wäre unmöglich, dass Frost sich am Äquator des Mars bilden könnte“. Die Frostfelder wachsen und schrumpfen demnach immer wieder, was auch bedeutet, dass sie sich mit Veränderung des Wetters wieder in Gas verwandeln und verschwinden. Grund für das eigentlich unlogische Phänomen sind vermutlich winzige Wetteranomalien, die um die Gipfel der hohen Berge auf dem Mars immer wieder entstehen. Dadurch wären dann die Möglichkeiten gegeben, damit sich dort Frost formen könne.

Quellen: „Evidence for transient morning water frost deposits on the Tharsis volcanoes of Mars“ (Nature, 2024), ABC News

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