Ab heute schwitzen wir wieder bei deutlich über 30 Grad Celsius. Der Griff zur eisgekühlten Limo erscheint dabei als logischer Schritt, um der Hitze zu trotzen. Tatsächlich kann es sich aber lohnen – und das auch ganz unabhängig von den Temperaturen – warmes Wasser zu trinken. Gleich mehrere Studien zeigen, warum.

Was passiert, wenn man warmes Wasser trinkt?

Ganz generell ist es wichtig, ausreichend (kaltes oder warmes) Wasser zu trinken, um den Körper hydriert zu halten. Wer nicht genug Flüssigkeit zu sich nimmt, beeinflusst außerdem die Funktion des eigenen Nervensystems sowie des Gehirns. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 zeigt zumindest, dass der Konsum von Wasser das Nervensystem verbessern und zu reduzierter selbstberichteter Angst führen kann.

Speziell bei Hitze bedeuten gekühlte Getränke allerdings eher eine Belastung. Der Organismus muss dann deutlich mehr Energie aufwenden, um seine Temperatur zu regulieren. Am Ende schwitzt du deshalb noch mehr. Magenprobleme und Unwohlsein können Begleiterscheinungen sein.

Anders gut temperierte Flüssigkeiten. Hier besteht die weit verbreitete Annahme, sie könnten die Verdauung positiv beeinflussen und gegen Verstopfungen helfen. Zwar gibt es dafür aufgrund geringer Forschungen keine wissenschaftlichen Belege, wie Healthline berichtet. Dennoch zeigen Studien, dass es durchaus andere Vorteile haben kann, warmes Wasser zu trinken.

Eine Regel ist dabei in jedem Fall zu beachten. Laut bisheriger Forschung empfiehlt es sich, auch bei Hitze Getränke mit einer Temperatur zwischen 54 und 71 Grad Celsius zu konsumieren. Alles darüber kann Verbrennungen oder Verbrühen verursachen. Dazu kommen die folgenden Routinen, die die Wissenschaft nahelegt.

#1 Warmes Wasser gegen laufende Nase trinken

Während das Einatmen eines heißen Getränks helfen kann, eine verstopfte Nase zu lösen, deutet eine Untersuchung aus dem Jahr 2008 einen zusätzlichen Vorteil an. Demnach hilft es, warmes Wasser zu trinken, um eine schnelle und andauende Erholung von laufender Nase, Husten, trockenem Hals und Müdigkeit zu erzielen. Versuche mit Getränken mit Raumtemperatur zeigten sich als weniger effektiv.

#2 Warmes Wasser nach einer Operation trinken

Dass heiße Getränke Nahrung, die für den Körper schwer verdaulich sind, lösen und abbauen kann, ist eine gängige Theorie. Bewiesen ist diese wissenschaftlich noch nicht zuverlässig. Eine Studie aus dem Jahr 2016 belegt immerhin, dass warmes Wasser einen positiven Effekt auf die Darmbewegung und Gasausstoß haben kann.

#3 Warmes Wasser gegen Kältezittern trinken

Ist es kalt, reagiert dein Körper in der Regel mit Zittern. Heiße Getränke können eine direkte Wirkung darauf haben. Wie durch Analysen 2017 gezeigt, hilft warmes Wasser mit einer Temperatur von 52 Grad Celsius besser, die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Verglichen wurde das mit dem Konsum kälterer Flüssigkeiten, die deutlich weniger wirksam waren.

Quellen: Healthline, Scientific Reports: „Autonomic adaptations mediate the effect of hydration on brain functioning and mood: Evidence from two randomized controlled trials“, Rhinology: „The effects of a hot drink on nasal airflow and symptoms of common cold and flu“, Gastroenterology Nursing: „The Effect of Warm Water Intake on Bowel Movements in the Early Postoperative Stage of Patients Having Undergone Laparoscopic Cholecystectomy: A Randomized Controlled Trial“

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