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Halsschmerzen? 3 Hausmittel helfen überraschend gut

Zahlreiche Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, welche Hausmittel bei Halsschmerzen wirklich helfen.

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Mit Minusgraden kehrt für viele nicht nur die weihnachtliche Stimmung, sondern auch ein unangenehm dauerhaftes Erkältungsgefühl zurück. Für einige der damit einhergehenden Symptome gibt es allerdings Abhilfe – und sie lässt sich in den meisten gut ausgestatteten Haushalten finden. So helfen drei Hausmittel bei Halsschmerzen besonders gut.

Hausmittel bei Halsschmerzen – diese helfen

Wichtig zu beachten ist, dass Hausmittel nicht gleich Hausmittel ist. Denn viele von Mamas Tipps stützen sich in weiten Teilen auf den Placeboeffekt. Doch gibt es einige hilfreiche Methoden, deren Wirksamkeit Forschende im Rahmen zahlreicher Studien belegten. Insbesondere heben sich dabei drei von ihnen hervor:

N° 1: Zucker oder Honig

„Blockmalz oder Kandiszucker“, empfiehlt der Mediziner und Autor des Buches „Neustart für die Lunge“ (2021) Dr. Martin Ehlers im Gespräch mit FITBOOK. „Das erzeugt einen hypertonen Film im Hals, zieht so das Entzündungswasser aus dem Gewebe und hilft beim Abschwellen.“ Doch eignet sich nicht nur Zucker, sondern auch süßer Honig als Hausmittel bei Halsschmerzen.

Das zeigt mitunter eine Studie, die ein Forschungsteam der Oxford University Medical School bereits 2020 im Fachjournal BMJ Evidence Based Medicine veröffentlichte. Darin stellten die Forschenden heraus, dass die dickflüssige, goldgelbe Masse sogar besser als üblichen Medikamente helfe – und das bei gleich mehreren Erkältungssymptomen.

„Wir haben nicht genug Informationen, um eine Dosierung oder eine Einnahmemethode zu empfehlen“, zitiert der Spiegel allerdings den Hauptautor Hibatullah Abuelgasim. „Es könnte also am besten sein, wenn Sie den Honig einfach so einnehmen, wie es für Sie am angenehmsten ist.“

N° 2: Salbei(-Tee)

Heilsalbei enthält eine Vielzahl wichtiger Stoffe, unter ihnen etwa Linalool, das schleimlösend und bakterizid wirkt. Auch Dr. Ralf Omlor, der wissenschaftliche Sacharbeiter und Leiter des Botanischen Gartens der Universität Mainz ist sich des Potenzials der Heilpflanze bewusst.

„Als Mundspülung können Sie den Salbei aufgießen, das heißt, Sie gießen die Blätter oder die Blüten auf und das Ganze wirkt dann antibakteriell und entzündungshemmend bei Verletzungen in der Mundschleimhaut beispielsweise oder bei einer Mandelentzündung.“

Dr. Ralf Omlor (via Deutschlandfunk)

N° 3: (Soja-)Milch

Schon häufiger setzte sich das Wageningen Centre for Food Sciences in den Niederlanden mit der Einnahme von Milch oder Sojamilch während einer Erkältung auseinander. Schon 2005 widerlegte ein Team um den Wissenschaftler George van Aken den Mythos, dass das Trinken von Milch während einer Erkältung die Verschleimung verstärke.

„Das Gemisch [aus Milch und Speichel] war schleimig und es hatten sich vermehrt Tröpfchen in ihm gebildet“, schrieben die Forschenden in Folge ihres Experiments. Doch hatte es mit dem eigentlichen Erkältungsschleim nichts zu tun. Tatsächlich könnten Milch und Sojamilch gerade als Hausmittel bei Halsschmerzen von großem Nutzen sein.

„Auf ihrem Weg durch Speiseröhre und Verdauungstrakt kommt die Milch gar nicht mit den schleimbildenden Zellen in den Atemwegen in Kontakt“, zitiert der Spiegel etwa Rainer Wiewrodt, Facharzt für Innere Medizin, Atemwegserkrankungen und Allergien und Leiter der Pneumologie an der Uniklinik Münster. Stattessen könne Milch Menschen mit trockenem Rachen „guttun – gerade weil sie im Mund eine schleimige Konsistenz annimmt“.

Quellen: FITBOOK; „Effectiveness of honey for symptomatic relief in upper respiratory tract infections: a systematic review and meta-analysis“ (2022, BMJ Evidence Based Medicine); Spiegel; Deutschlandfunk; „Colloidal Behaviour of Food Emulsions under Oral Conditions“ (2005, Food Colloids: Interactions, Microstructure and Processing)

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