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Erektionsstörung: Erfolgreiche Schweine-OP macht Hoffnung für Menschen

Besonders nach Verletzungen des Penisses kann es zu Erektionsstörungen kommen. Ein Test bei Schweinen macht nun Hoffnung für den Menschen.

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Eine Verletzung am Penis kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern darüber hinaus auch langfristige Folgen nach sich ziehen. Dazu kann auch eine anhaltende Erektionsstörung gehören. Nun sind Forschende der Lösung des Problems einen wichtigen Schritt nähergekommen.

Erektionsstörung: Synthetisches Gewebe erfolgreich bei Schweinen verpflanzt

Bei einer Erektion spielt die Tunica albuginea genannte Bindegewebsschicht im Penis eine wichtige Rolle. Diese dient als Schutzschicht um das tatsächlich erektile Gewebe. Allerdings ist es auch der Teil des Geschlechtsorgans, der bei Verletzungen häufig mitbeschädigt wird. In dem Fall kann es zur Erektionsstörung kommen.

Übrigens: Verletzungen beim besten Stück des Mannes können schneller passieren, als man denkt – und sie können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Wir haben eine kleine Liste mit besonders kuriosen Penis-Unfällen.

Forschende aus China haben nun für eine neue Untersuchung eine synthetische Tunica albuginea entwickelt, die über dieselben Eigenschaften wie das natürliche Vorbild verfügen soll – nämlich biegsam im erschlafften Zustand und zugleich steif bei einer Erektion sein zu können. Das Material besteht aus Hydrogelen mit einer übereinandergeschichteten Faserstruktur, ähnlich dem Original.

Anschließend setzte man das neue Material bei Schweinen an die verletzten Stellen. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass damit das beschädigte Gewebe noch nicht per se repariert wurde. Allerdings nahm es durch das Implantat auch keinen zusätzlichen Schaden. In Versuchen konnte man dann beobachten, dass die behandelten Organe der Tiere wieder wie zuvor funktionierten.

Menschen müssen sich noch in Geduld üben

Die Ergebnisse sind also sehr vielversprechend. Allerdings befindet sich die eingesetzte Technologie noch in einem frühen Stadium. Es wird also noch ein wenig dauern, bis sie auch für Menschen nutzbar ist. Zu den vielen Herausforderungen gehört unter anderem die Frage, wie lange das synthetische Material überhaupt langfristig und ohne neue Probleme zu verursachen im Körper funktionieren könnte.

Zudem möchte man den Vorgang der Implementierung verbessern – bei ihren Versuchen ging das lediglich als simple Naht vonstatten. Natürlich wird das nicht die ultimative Lösung bei Erektionsstörungen sein, da diese vielfältige Ursachen haben können.

Allerdings kann das synthetische Gewebe langfristig nicht nur die zuverlässigere und sichere Alternative zu aktuellen Verfahren sein. Auch andere Einsatzmöglichkeiten wie die Blase oder sogar das Herz sind möglich.

Quelle: „Bionic artificial penile Tunica albuginea“ (Matter 2023)

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