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Geister und Aliens: Wenn du an sie glaubst, schläfst du vermutlich schlecht (Studie)

Die Vorstellung, dass Aliens und Geister existieren können, beschäftigt viele Menschen und das schon lange. Laut einer neuen Studie scheint der Glaube allerdings eng mit der eigenen Schlafqualität zusammenzuhängen.

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Schlafprobleme ab Ende 20? Das ist die Ursache!

Mit Ende 20 sind sie vorbei, die Zeiten, in denen man sich abends müde ins Bett gelegt hat, einfach eingeschlafen ist und durchgeschlafen hat. Warum, das sagen wir euch.

Es gibt Dinge, für die es (noch) keine wissenschaftlichen Beweise gibt, an die viele Menschen aber dennoch fest glauben. Dazu zählt die Vorstellung, dass Aliens uns schon längst besucht haben könnten oder die Existenz von Geistern und des Jenseits. Forschende haben nun eine interessante Beobachtung gemacht: Laut ihrer Studie leiden viele, die daran glauben, an Schlafstörungen.

Glaube an Aliens: Schlafstörungen hängen offenbar damit zusammen

Der Untersuchung zufolge scheint es einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und dem Glauben an paranormale Phänomene zu geben. Dazu gehören Geister und Dämonen, das Weiterleben der Seele nach dem Tod, die Fähigkeit mit Toten zu kommunizieren, Nahtoderfahrungen als Beweis für die Existenz eines Jenseits oder Außerirdische, die bereits die Erde besucht haben.

Zu den Problemen, die man damit in Verbindung bringt, zählen reduzierte Schlafeffizienz, längere Schlafverzögerung, kürzere Schlafdauer und verstärkte Symptome von Schlaflosigkeit.

Gut zu wissen: Wie lange sollte die Nachtruhe idealerweise andauern? Forschende haben einen überraschenden Vorschlag dazu gemacht, wie lange man schlafen sollte.

Der Glaube an außerirdische Besucher scheint außerdem besonders stark mit einer isolierten Schlafparalyse (Bewegungsunfähigkeit im Bett bei gleichzeitig wachem Bewusstsein) sowie dem Explodierenden-Kopf-Syndrom (das Hören eines lauten Knalls im Kopf) in Relation zu stehen. Die Schlafparalyse kommt zusätzlich verstärkt zusammen mit dem Glauben vor, dass Nahtoderfahrungen auf das Jenseits hinweisen.

Halluzinationen mögliche Erklärung

Für ihre Studie haben die Forschenden insgesamt 8.853 Personen online zu ihrem Schlaf und ihren Ansichten zu den verschiedenen Themen befragt. Selbst wenn sie Alter und Geschlecht der einzelnen Teilnehmenden berücksichtigten, konnten sie einen klaren Zusammenhang zwischen stärkerem Glauben und Schlafstörungen erkennen.

Obwohl die Nachforschungen in erster Linie eine Korrelation herzustellen vermögen, können sie noch keine klaren Antworten über die Ursachen liefern. Zumindest gibt es einige erste Überlegungen: Beim Beispiel der Schlafparalyse kann es zum Beispiel zu audiovisuellen Halluzinationen kommen, die man schlichtweg als Beweise für die Existenz paranormaler Phänomene wahrnimmt.

Umgekehrt könnte es aber auch sein, dass der Glaube daran wiederum zu schlechtem Schlaf führt, da man schlicht und ergreifend Angst hat.

Eine Studie mit Schwächen

Es seien aber noch weiterführende und vor allem akkuratere Untersuchungen vonnöten, um der Thematik weiter auf den Grund zu gehen. Die Studie zu paranormalen Phänomenen und Schlafstörungen bietet zwar schon weiterführende Anhaltspunkte, ist aber bei weitem nicht frei von Schwächen. So müssten weitere Faktoren wie Bildung, Persönlichkeit, Religion und mentale Gesundheit stärker in den Fokus rücken.

Auch müssten Teilnehmende anders ausgewählt werden. Da sie sich selbst dafür entscheiden konnten, so heißt es, könnte es schlicht und ergreifend sein, dass sich Menschen mit Schlafstörungen ohnehin eher für die Studie interessierten als andere.

Quelle: „The associations between paranormal beliefs and sleep variables“ (Journal of Sleep Research, 2023)

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