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Regelmäßig Kaffee trinken: Es könnte 2 besondere Effekte haben

Wer regelmäßig Kaffee trinkt, könnte ganz nebenbei für zwei unterwartete Auswirkungen auf den eigenen Körper sorgen.

Eine Tasse Kaffee nebst einem Sack mit Kaffeebohnen.
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Schlecht für die Umwelt? Darum sind Kaffeekapseln besser als ihr Ruf

Kaffee hat keine gute Umweltbilanz. Besonders Kaffeekapseln gelten als Klimasünder. Laut einer neuen Studie sind die kleinen Behälter aber gar nicht so schlimm.

Viele Menschen starten ihren Tag mit einer ordentlichen Tasse Kaffee und auch tagsüber nehmen sie viel Koffein zu sich. Dabei dürfte es den meisten vor allem darum gehen, einfach wachzuwerden und anschließend wachzubleiben. Doch laut einer neuen Studie könnte man den eigenen Körper ganz unbemerkt auf zwei weitere Weisen beeinflussen.

Kaffee trinken: Hoher Koffeingehalt im Blut bringt Vorteile

Es gibt neue Hinweise, dass Koffein darüber hinaus mit positiven Langzeitwirkungen in Verbindung zu stehen scheint. Das legt jedenfalls eine neue Studie nahe. Daraus geht hervor, dass hohe Werte im Blut den Körperfettanteil senken und dadurch auch das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann.

Das soll aber nicht automatisch heißen, dass man sich jetzt dem vermehrten Kaffeegenuss hingeben kann – darum ging es nicht. Zumal es darauf ankäme, wie man ihn trinkt: „Jedes koffeinhaltige Getränk mit Zucker und Fett würde die positiven Auswirkungen zunichtemachen“, kommentierte Dr. Katarina Kos der University of Exeter die jüngsten Forschungsergebnisse gegenüber dem britischen Guardian.

Dafür könnten die Resultate langfristig zur Entwicklung koffeinhaltiger, aber kalorienarmer Getränke führen, die man gegen Fettleibigkeit und Diabetes einsetzen könnte. Dafür kann Kaffee mit Milch ebenfalls positive Effekte auf die Gesundheit haben.

Genetischer Einfluss auf Koffein-Effekt gefunden

Für ihre Untersuchungen schauten sich die Forscher und Forscherinnen auch genetische Einflussfaktoren in Bezug auf Koffein an und wie diese letztendlich auch insgesamt auf die Gesundheit wirken können. Dabei fanden sie zwei häufige Genvarianten, die mit der Geschwindigkeit der Verstoffwechslung von Koffein in Verbindung gebracht werden.

Menschen mit einer genetischen Veranlagung zum langsameren Koffein-Abbau tranken im Durchschnitt weniger Kaffee, hatten aber eine höhere Konzentration im Blut als andere.

Zugleich fand man heraus, dass die Verminderung des Risikos für Typ-2-Diabetes zur Hälfte durch Gewichtsreduktion angetrieben wird. Koffein ist bekannt dafür, den allgemeinen Stoffwechsel anzutreiben, die Fettverbrennung zu stärken und den Appetit zu reduzieren. So schätzt man, dass eine Zufuhr von 100 mg Koffein am Tag mit der zusätzlichen Verbrennung von 100 Kalorien täglich einhergeht.

Auch interessant: Zwar gilt er im Alltag als eher verpönt. Aber kalter Kaffee kann ungeahnte Wirkungen entfalten.

Vorsicht vor falschen Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse seien laut Dr. Stephen Lawrence von der University of Warwick eine gute Basis, um weitere Hypothesen und Ideen zu entwickeln. Ein kausaler Beweis würde sich aber daraus noch nicht eindeutig ergeben und man dürfe die Studie nicht „überinterpretieren“.

Seiner Ansicht nach würde der erhöhte Koffein-Konsum nicht effektiver sein als Sport oder eine insgesamt geringere Kalorienzufuhr. Außerdem vertragen nicht alle Menschen Koffein gleich gut. Manche bekommen Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen. Geht man es also falsch an, könnten sich gegenteilige Effekte einstellen.

Quellen: Guardian, „Appraisal of the causal effect of plasma caffeine on adiposity, type 2 diabetes, and cardiovascular disease: two sample mendelian randomisation study“ (BMJ Medicine Journal, 2023)

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