Die effektive Nutzung des Whatsapp-Messengers setzt voraus, dass sowohl der Absender als auch der Empfänger einer Nachricht die App auf seinem Smartphone installiert hat und bei dieser angemeldet ist. Sogenannte Client-Server übernehmen und koordinieren den Versand einer Nachricht sowie die Verwaltung der Nutzer- und Kontaktdaten. Im Anschluss könnt ihr rein theoretisch eure WhatsApp Datenschutz-Einstellungen vornehmen.

WhatsApp: Datenschutz-Einstellungen sind gerade bei anhaltender Kritik immer wichtiger

International bemängeln Datenschutz-Experten die Sicherheitsvorkehrungen der App. Einer der Punkte, den sie ansprechen, besteht in der Tatsache, dass man dem Messenger den Zugriff auf das eigene Adressbuch gestatten muss, bevor man diesen überhaupt nutzen darf. Noch dazu darf Whatsapp auf die Bildergalerie, die Kamera sowie das Mikrofon des Smartphones zugreifen.

Es ist naheliegend, das durch derartige Berechtigung auch Fragen danach laut werden, wofür genau der Messenger all diese Daten benötigt. Diese werden nämlich an Server in den Vereinigten Staaten übermittelt, damit Anbieter Facebook darauf zugreifen kann. Deine WhatsApp Datenschutz-Einstellungen zu optimieren, könnte daher nicht schaden.

Whatsapp Datenschutzbestimmungen

Aber es geht noch weiter. Seit dem Update der Datenschutzbestimmungen im vergangenen Jahr hat Whatsapp – also Facebook – sogar das Recht darauf, auf deine Telefon- und Nutzungsdaten zuzugreifen und diese ebenfalls auf die US-Server weiterzuleiten. Diese sollen unter anderem dazu genutzt werden, auf dich abgestimmte Werbeangebote zu erstellen.

Selbstverständlich kannst du die Rechte des Anbieters zumindest insofern einschränken, als dass du einfach einen Haken in den eigenen WhatsApp Datenschutz-Einstellungen entfernen musst, damit ein Teil der Daten nicht übermittelt wird. Nichtsdestotrotz werden auch in diesem Fall noch immer Daten wie beispielsweise deine Nutzungszeiten aufgezeichnet und übermittelt.

Whatsapps end-to-end Verschlüsselung

Und auch, wenn es vertrauenswürdig klingen mag, dass Whatsapp seine Nutzer durch Ende-zu-Ende Verschlüsselung schützt, funktioniert diese nur dann, wenn alle User, die an einer Konversation beteiligt sind, die aktuellste Version der App auf ihrem Smartphone installiert haben.

Sobald nur einer der Teilnehmer eine ältere Version installiert hat, ist der Schutz nicht länger gewährleistet. In jedem dieser Fälle sieht Facebook aber ohnehin noch immer, wer mit wem wann in Kontakt steht. Richtige Sicherheit sieht anders aus, da helfen auch WhatsApps Datenschutz-Einstellungen nicht.

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Mehr Informationen rund um WhatsApp:

Whatsapp Datenschutz-Einstellungen ohne Wirkung?

Es gibt zwar Möglichkeiten, die eigenen Daten auch innerhalb des Messengers zu schützen, im Endeffekt ist es jedoch noch immer am sichersten, ganz auf WhatsApp zu verzichten (wir haben für euch schon einmal den Selbsttest gemacht). Außerdem gibt es diverse Ausweichmöglichkeiten und Alternativen zur Datenkrake WhatsApp. Wenngleich du natürlich am aller sichersten bist, wenn du komplett auf das Smartphone verzichtest – doch wer will das schon?

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