Als Altcoins bezeichnet man all jene Kryptowährungen, die neben dem Bitcoin (BTC) am Markt angeboten werden. Hin und wieder wird Ethereum (ETH) von ihnen ausgenommen. Im Kern ist aber auch dieses Asset „nur“ eine Alternative zum Bicoin. Altcoins stehen teils in der Kritik für ihre enorme Volatilität und dafür, leicht manipulierbar zu sein. Der Branchenexperte Roman Reher geht sogar noch einen Schritt weiter. Ihm zufolge sind sie alle nichts weiter als „Shitcoins“.

Bitcoin: „Die Antwort auf Systemstrukturen“

Reher sieht im Bitcoin eine wesentliche Besonderheit. So handele es sich bei seiner Blockchain um das einzige dezentrale Netzwerk, „das einen Beweis dafür liefern kann, wie viel Zeit und Energie gebraucht wurde, um einen Bitcoin zu erstellen“. Dieser und weitere Faktoren würden die Kryptowährung zu einem „harten Geld“ machen. Als einziges Projekt weltweit warte der BTC mit einer „rational nachvollziehbaren Dokumentation über physikalische Gesetze“ auf.

Der „Blocktrainer“ Reher glaube, „Bitcoin ist die Antwort auf Systemstrukturen, die inzwischen viele Tausende Jahre alt sind und die auf zentralen Instanzen beruhen“. Diese Instanzen würden uns vorgeben, was Geld sei. Im Kontrast dazu stünden Altcoins, also Alternativen zum Marktführer.

Altcoins sind „genauso Müll wie unser Fiatgeld“

„Für mich sind Altcoins moderne Fintechs und deshalb gar nicht als alternative Coins zu bezeichnen, sondern als Shitcoins“, erklärte der YouTuber im Gespräch mit der Berliner Zeitung. „Letztlich ist das genauso Müll wie unser Fiatgeld.“ Auch sehe Reher darin keine Innovation, sondern Entwicklungen, die in den heutigen Märkten beliebt seien. Offen lässt Reher, ob er auch Ethereum dazuzählt, vom Ethereum 2.0-Update spricht er jedoch positiv.

Tatsächlich werden Shitcoins als Kryptowährungen definiert, die einen geringen oder gar keinen Wert aufweisen und darüber hinaus keinen unmittelbaren, erkennbaren Zweck erfüllen. Häufig wird der Begriff verwendet, um Altcoins beziehungsweise Kryptowährungen zu beschreiben, die entwickelt wurden, nachdem der Bitcoins populär wurde.

Quellen: Berliner Zeitung; eigene Recherche

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