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Screenshots und Videos: So massiv überwacht dich dein Handy tatsächlich

Mo, 01.10.2018, 15.44 Uhr

So trickst ihr Googles personalisierte Anzeigen aus

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Falls du Angst hast, am eigenen Handy abgehört zu werden, sei unbesorgt. Du solltest dir allerdings Gedanken darüber machen, auf welch gruselige Arten du wirklich überwacht wirst.

In Zeiten des Internets und smarter Geräte, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass dich das ein oder andere davon unbemerkt belauscht. Besonders fatal wäre in diesem Zusammenhang allerdings eine heimliche Handy-Überwachung durch dein eigenes Smartphone. Experten schätzen die Gefahr folgendermaßen ein.

Handy-Überwachung: So wahrscheinlich wirst du ausgehorcht

Folgendes Szenario: Du sprichst am Handy mit einem Freund über ein bestimmtes Produkt. Kurze Zeit später wird dir irgendwo online genau dafür Werbung angezeigt. Zufall oder Handy-Überwachung? Es drängt sich zumindest die Frage auf, ob irgendeine App oder Software auf deinem Smartphone nicht einfach heimlich alles belauscht und mitschneidet, was du am Telefon erzählst.

Rein technisch betrachtet ist das vollkommen möglich. Während viele daran glauben, dass eine App- und Handy-Überwachung dieser Art tatsächlich stattfindet, vertreten Experten allerdings einen etwas anderen Standpunkt.

Du hast schlimmere Probleme als belauscht zu werden

Die gute Nachricht: Bisher ist es Forschern nicht gelungen, Beweise für eine derartige Audio-Spionage zu finden. Eine Studie, die 2017/18 an über 17.000 beliebten Apps und dem Betriebssystem Android durchgeführt wurde, konnte zum Beispiel nicht einen Vorfall nachweisen, in dem eine der Anwendungen das Mikrofon des Handys aktiviert und Audio-Dateien geleakt hat, berichtet Comsumer Reports.

Selbst besonders verdächtigen Apps wie Amazon, Chrome, Facebook, Instagram und YouTube konnten in anderen Untersuchungen keine solchen Fehltritte nachgewiesen werden.

Die schlechte Nachricht: Laut Sicherheitsforschern gibt es deutlich effizientere Wege, dich über dein Handy auszuspionieren, ohne dass du es mitbekommst. Alles, was es braucht, sind routinemäßig eingesammelte persönliche Daten, wie dein Name, dein Geburtsdatum, Kreditkarteninformationen, etc. Auch dein Standort wird mitgeschnitten, eine Handy-Überwachung per GPS und Mobilfunkmasten findet also mindestens statt.

Handy-Überwachung kommt Stalking gleich

Aber es wird noch schlimmer. Während Facebook dein Surfverhalten selbst über den Besuch des sozialen Netzwerkes hinaus verfolgen kann, machen tausende Handy-Apps Forschern zufolge heimlich Screenshots oder Videos deiner Smartphone-Aktivitäten und senden diese an Drittanbieter.

Suchst du also bei Google nach einem bestimmten Produkt, nutzt Google Maps, um einen entsprechenden Laden dafür zu finden, und bestellst vielleicht noch dessen Newsletter via Google Mail, kannst du dir sicher sein, wie die nächste Werbeanzeige aussieht, die dir im Chrome-Browser präsentiert wird.

Das kannst du tun gegen Handy-Überwachuung

Überprüfe als erstes am besten ganz genau, welche Berechtigungen du jeder App auf deinem Handy gegeben hast.

  • iPhone: Einstellungen > Privatsphäre > Scroll zum Beispiel zu "Kamera". Dort findest du eine Liste der Apps, die darauf zugreifen dürfen. Entziehe ihnen den Zugriff.
  • Android-Handy: Einstellungen > Apps > Scroll nach unten und tipp auf eine spezifische Handy-App. Schalte die angezeigten Zugriffsberechtigungen gegebenenfalls ab.

Besitzt du ein Android-Handy, solltest du außerdem unbedingt diese Android-Einstellungen ändern. Außerdem kannst du Spionage-Apps auf deinem Smartphone erkennen.

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