Nicht jede scheinbar harmlose Frage am Telefon ist auch so unschuldig wie sie scheint. Für erfolgreichen Telefonbetrug nutzen Angreifer laut Verbraucherschutz mittlerweile so dreiste und raffinierte Tricks, dass sie zuweilen nicht einmal mehr auffallen. Eine solche Masche existiert im Rahmen von Vertragsabschlüssen, die durch die einfache Phrase „Hören Sie mich?“ erschummelt werden.

Häufige Fragen zu Telefonbetrug

  • Welche Rufnummern sind gefährlich? Es gibt Plattformen wie „Clever Dialer“, auf denen Nutzer verdächtige Nummern melden und ihre Erfahrungen dazu. Dort findest du aktuelle Informationen zu möglichen Telefonbetrügern.
  • Wie funktioniert Telefonbetrug? Es gibt unterschiedliche Arten von Telefonbetrug. Neben dem Enkeltrick, versuchen Fremde z.B. auch über teure 0900-Nummern Geld zu erbeuten. Die Verbraucherzentralen informieren regelmäßig über aktuelle Fälle.
  • Wo melde ich betrügerische Anrufe? Bei Verdacht auf Telefonbetrug kannst du diesen bei der Verbraucherzentrale und der Bundesnetzagentur melden. Versuche zuvor, Namen und Unternehmen des Anrufers sowie Datum, Uhrzeit, Telefonnummer und den Inhalt des Gesprächs zu notieren.

Das ist Telefonbetrug: Vertragsabschluss durch einfache Frage

Im breiten Spektrum des Telefonbetrugs gibt es eine Masche, bei der mithilfe einer unauffälligen Frage der Abschluss eines Vertrages erwirkt werden soll. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufklärt, ist das Vorgehen nicht neu und kann im schlimmsten Fall zum gänzlich unbemerkten, wenngleich unberechtigten Verpflichtungen führen: Telefonbetrug, bei dem Angerufene dazu gedrängt werden, ein verhängnisvolles Wort zu sagen: „Ja“.

Besonders dreist ist dabei die Art des Vorgehens. Mittels unscheinbaren Fragen wie „Hören Sie mich?“ werden Personen am Telefon dazu verleitet, laut und deutlich zuzustimmen. Den Anrufer:innen geht es aber eigentlich darum, ihren Opfern später angeblich durch das „Ja“ am Telefon abgeschlossene Verträge vorzulegen. Schon Tage später kann auf den oft unbemerkten Telefonbetrug die erste dazugehörige Rechnung ins Haus flattern.

Du musst nicht bezahlen und kannst dich wehren

Die gute Nachricht ist, dass du solche vermeintlichen Rechnungen nicht bezahlen musst. Wie die Verbraucherzentrale allerdings auch rät, ist es ratsam, dieses dennoch nicht einfach zu ignorieren, sondern per Musterbrief gegen einen derartigen Telefonbetrug zur Wehr zu setzen. Oft stecken unseriöse Inkassobüros oder Vertriebler von Zeitschriftenabos dahinter. Selbst angeblich verbindliche Handyverträge kommen durch Telefonbetrug zustande.

Außerdem kannst du versuchen, bei unerwünschten Verkaufsgesprächen die Aussage „Ja“ zu vermeiden und stattdessen auf Fragen wie „Hören Sie mich?“ mit „Ich höre Sie“ zu antworten. Erkläre der Person am anderen Ende zudem, dass du kein Interesse hast oder leg am besten einfach auf.

Aktuelle Telefonbetrug-News

Vor kurzem erst warnte die Polizei von der steigenden Zahl an Fällen, in denen ein vermeintlicher Anruf von Microsoft für Telefonbetrug mißbraucht wurde. Aber auch neben dieser Art des Telefonbetrugs ist Vorsicht geboten, wenn bestimmte unbekannte Nummern anrufen. Hast du das Gefühl, jemand will dir etwas Böses und es handelt sich um einen Spam-Anruf, stelle drei Fragen. Sie helfen dir weiter.

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