Am Samstag stellte ein Hacker die Telefonnummern und persönlichen Daten von hunderten Millionen Facebook-Nutzern ins Internet, darunter 6,05 Millionen aus Deutschland, 1,25 Millionen aus Österreich und 1,59 Millionen aus der Schweiz. Schon im Januar 2021 konnten Interessenten über einen Bot auf die Datenbank des Facebook-Hacks zugreifen. Passwörter wurden nicht geleakt, aber vollständige Namen, Geburtsdaten, Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die nun offen zugänglich sind.

Facebook-Hack entblößt 500 Millionen Nutzer

Konkret geht es um die Daten von über 500 Millionen Facebook-Nutzern aus 106 Ländern, darunter allein 32 Millionen US-Amerikaner und 11 Millionen Nutzer aus Großbritannien. Kriminelle könnten diese Informationen nutzen, um Facebook-Nutzer in die Irre zu führen oder Spam zu versenden. Die Datei des Facebook-Hacks, deren Standort von ihrem Entdecker Alon Gel von der Sicherheitsfirma Hudson Rock vorerst geheim gehalten wird, wird mittlerweile kostenlos angeboten.

„Wenn du ein Facebook-Konto hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass die für das Konto verwendete Telefonnummer durchgesickert ist“, schreibt Gel in einem Tweet. „Anfang 2020 wurde eine Sicherheitslücke ausgenutzt, die es ermöglichte, die mit jedem Facebook-Konto verknüpfte Telefonnummer einzusehen, wodurch eine Datenbank mit den Informationen von 533 Millionen Nutzern in allen Ländern erstellt wurde.“

Auch Mark Zuckerberg ist betroffen

Einer der Betroffenen, deren Informationen gestohlen wurden, soll der CEO und Gründer des Unternehmens sein. Die Erklärung des Hauptermittlers des Sicherheitsunternehmens F-Secure, Mikko Hypponen, auf Twitter enthält auch die Nummer von Mark Zuckerberg und weitere Informationen von der Liste.

Eine Untersuchung von Zuckerbergs Telefonnummer ergab, dass dass sie bei dem erfolgreichen WhatsApp-Konkurrenten Signal registriert ist. Die Entdeckung wurde von Dave Walker, einem Spezialisten für Cyber-Sicherheit gemacht und auf Twitter verbreitet. Offenbar gab es am 6. April 2021 noch Aktivität auf dem Account, mittlerweile ist es allerdings geschlossen worden. Offenbar sind Mark Zuckerberg seine Daten so wichtig, dass er sie lieber in die Hände von Signal legt, anstatt sie mit WhatsApp einem Dienst anzuvertrauen, der ihm selbst gehört. Ein solches Verhalten ist natürlich alles andere als förderlich für das Vertrauen in Facebook und WhatsApp und könnte den Ruf der Dienste nachhaltig beschädigen.

Bist du betroffen?

„Die Daten, die etwa 20 % der Facebook-Abonnenten umfassen, wurden angeblich durch Ausnutzung einer Sicherheitslücke erlangt, die Facebook nach eigenen Angaben im August 2019 behoben hat“, heißt es auch auf Plattform HIBP (Have I Been Pwned?) Mit ihrer Hilfe kannst du überprüfen, ob deine persönlichen Daten durch Datenschutzverletzungen wie den Facebook-Hack kompromittiert wurden.

Willst du wissen, ob deine Daten betroffen sind, kannst du hier klicken. Anschließend musst du lediglich deine bei dem sozialen Netzwerk verwendete E-Mail-Adresse eingeben und Enter drücken. Abseits dessen macht derzeit übrigens ein Facebook-Betrug die Runde, vor dem du dich ebenfalls in Acht nehmen solltest. Hast du außerdem einmal dein Facebook-Passwort vergessen, verraten wir dir, was du tun kannst.

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