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4 Mysteriöse & wahre Geschichten, die du bei Wikipedia findest

Diese Wikipedia-Einträge haben es in sich.
Diese Wikipedia-Einträge haben es in sich.
Foto: IMAGO / Addictive Stock, Icons8 [M] via Canva.com
Artikel von: Regina Singer
Du stehst auf mysteriöse wahre Geschichten? Die findest du ihn zahlreichen Wikipedia-Einträgen. Diese vier stechen besonders hervor.

Einige Wikipedia-Einträge über bestimmte unheimliche Geschehnisse oder Personen sind so detailliert, dass sie nichts für schwache Nerven sein könnten. Wir haben vier mysteriöse wahre Geschichten herausgesucht, die wir besonders interessant finden.

Wikipedia-Einträge: Diese sind nichts für schwache Nerven

Wir warnen dich vor: Diese drei Wikipedia-Einträge könnten dich nachts heimsuchen. Es handelt sich nämlich um mysteriöse wahre Geschichten:

1. Zodiac-Killer

Der Zodiac-Killer ist wohl einer der berühmtesten Serienkiller der Welt. Zwischen 1968 und 1969 tötete er mindestens fünf Menschen in Nordkalifornien und sendete der Polizei kryptische Nachrichten, um sie zu verspotten. Das Gruselige: Bis heute wissen wir nicht, wer hinter dem Mörder steckt.

In dem Wikipedia-Eintrag über den Zodiac-Killer werden nicht nur die Morde detailliert beschrieben, auch die brutal klingende Briefe und verschlüsselten Botschaften kannst du dort nachlesen.

Übrigens: Die Geschichte wurde von David Fincher mit Jake Gyllenhaal als Journalist Robert Graysmith, der einst über den Serienmörder schrieb, verfilmt: "Zodiac – Die Spur des Killers" (2007).

2. From Hell letter

Im englischen Wikipedia-Eintrag "From Hell letter" (zu Deutsch: Brief aus der Hölle) geht es um einen Brief, der im Oktober 1888 zusammen mit einer erhaltenen menschlichen Niere an den Vorsitzenden des Whitechapel Vigilance Committee, George Lusk, geschickt wurde. Daher ist der Brief auch bekannt als "Lusk letter".

Die Person, die den Brief geschrieben hat, behauptete der Serienmörder Jack the Ripper zu sein. Dieser hat zwei Monate zuvor mindestens vier Frauen in London ermordet und verstümmelt. George Lusk leitete das Kommitee, welches bemüht war, die Polizei bei der Identifizierung und Festnahme des Mörders zu unterstützen. Im Wikipedia-Eintrag kannst du sehen, was in dem "From Hell letter" im englischen Original steht:

"From hell.

Mr Lusk,

Sor

I send you half the Kidne I took from one women prasarved it for you tother piece I fried and ate it was very nise. I may send you the bloody knif[e] that took it out if you only wate a whil[e] longer

signed

Catch me when you can Mishter Lusk"

So schreibt der Autor etwa, dass er Herrn Lusk die Hälfte einer Niere schickt. Die andere Hälfte habe er gebraten und gegessen. Er unterzeichnet außerdem mit "Fang mich, wenn du kannst".

3. Tanzwut

Insbesondere im 14. und 15. Jahrhundert soll es eine sogenannte Tanzwut (oder auch Tanzplage, Tanzpest) gegeben haben. Wie im Wikipedia-Eintrag steht, sollen große Menschengruppen oftmals willenlos bis zur Verwundung und Erschöpfung getanzt haben.

Der Wikipedia-Eintrag bezieht sich unter anderem auf einen ORF.at-Artikel von Florian Bock. Dieser schreibt etwa, dass die unerklärliche "Tanzpest von Straßburg" zunächst drei Monate lang andauerte. Laut einer Aufzeichnung starben wohl bis zu 15 Menschen täglich.

Der Historiker John Waller vermutet, dass hinter der Tanzwut eine psychogene Massenkrankheit stand, die früher als "Massenhysterie" bezeichnet wurde. Der Glaube an das Übernatürliche hielt sich in dieser Zeit hartnäckig. So habe sich im kulturellen Bewusstsein verankern können, dass der heilige Veit (oder auch St. Vitus) Sünder bestraft, indem er sie tanzen lässt. Laut Waller könne der Glaube an übernatürliche Handlungsfähigkeit eine dramatische Auswirkung auf das menschliche Verhalten haben.

"So brauchten einige der frommen und emotional schwachen Menschen nur zu glauben, dass St. Vitus sie im Visier hatte, damit sie in einen Trancezustand verfielen, in dem sie sich gezwungen fühlten, tagelang zu tanzen", erklärt Johan Waller im The Guardian.

4. June und Jennifer Gibbons

June und Jennifer Gibbons sind eineiige Zwillinge, die laut des Wikipedia-Eintrags als "The Silent Twins" (zu Deutsch: die stillen Zwillinge) bekannt wurden. Sie kommunizierten nur miteinander und isolierten sich von der Außenwelt. Therapeutische Fachkräfte versuchten 14 Jahre lang, sie dazu zu bringen, mit anderen Menschen zu sprechen, doch das war erfolglos.

In ihrer eigenen Isolation, begingen sie nach einer Zeit einige Verbrechen, wie etwa Brandstiftung und Diebstahl. Schließlich wurden sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, die einem Gefängnis ähnelte. Dort wurden sie elf Jahre lang erfolglos mit Neuroleptika behandelt.

Laut der Journalistin und Biografin von June und Jennifer Gibbins, Marjorie Wallance, gab es einen Pakt zwischen den Zwillingen: Eine der beiden müsste sterben. Jennifer starb tatsächlich an einer Herzmuskelentzündung. Am Grab ihrer Schwester soll June laut Wallance Folgendes gesagt haben:

"Sie ruft mich. Ruft mich leise. Aber ich will nicht in dasselbe Grab wie sie. Das wäre wie in unserem alten Etagenbett. Sie wird mich packen und anschreien: 'Jetzt hab' ich dich! Du bist tot. Ich bin zwar als Erste gestorben, aber jetzt bist du wieder bei mir, und wir sind eins.' Sie hat mir immer das Sonnenlicht geraubt. Wenn sie noch leben würde, dann würde sie mir weiter meine Seele stehlen" (via Stern). June Gibbins lebt heute zurückgezogen in der Nähe ihrer Familie.

Übrigens: Seit April 2021 ist bekannt, dass Letitia Wright und Tamara Lawrence die beiden Zwillingsschwestern in dem kommenden Film "The Silent Twins" verkörpern werden.

Weitere interessante Geschichten

Es gibt bei weitem mehr Wikipedia-Artikel, die durchaus spannend, wenn auch zum Teil sehr verstörend sind. Diesen Wikipedia-Artikel über die Akte X solltest du zumindest nur dann lesen, wenn du einen emotional stabilen Tag hast. Auch das Unglück am Djatlow-Pass ist eine mysteriöse wahre Geschichte, die du bei Wikipedia nachlesen kannst. Erst kürzlich gab die Forschung eine mögliche neue Erklärung für die mysteriösen Todesfälle bei dem Unglück am Djatlow-Pass.

Quellen: Wikipedia, ORF.at, The Guardian, Stern, Deadline

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