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WhatsApp & Co: Beschluss stellt Messenger auf den Kopf

Der Digital Markets Act war erfolgreich, das EU-Parlament stimmte für die Verknüpfung der Messenger wie WhatsApp und Telegram.

WhatsApp und vielen anderen Diensten steht eine große Änderung bevor. © Getty Images / SOPA Images / Kontributor

Nahezu jeder Mensch hat mindestens einen Messenger auf dem Smartphone installiert, die Anzahl nimmt stätig zu. Immer wieder sprießen neue Kommunikationsdienste aus dem Erdboden und locken mit neuen Funktionen und mehr Datenschutz. Das EU-Parlament empfand diesen Wettkampf, der auf den Schultern der Nutzerinnen und Nutzer lastet, als unfair. Damit Personen künftig nicht mehr länger darauf angewiesen sind, WhatsApp, Facebook, Signal und weitere parallel zu nutzen, wurde der Digital Markets Act (DMA) beschlossen.

Es geht um mehr als Messenger wie WhatsApp

Bei dem Beschluss des EU-Parlaments sind allerdings nicht nur Messenger gemeint, sondern Online-Plattformen aller Art. Google, Apple, Microsoft und Amazon, Airbnb und Co. dominieren den Markt, was ihnen Macht verleiht. Von nun an sollen sie miteinander verknüpfbar sein, sodass die eine App das Format der anderen unterstützt.

Der Kompromiss des Binnenmarktausschusses (IMCO) sieht vor, dass ein Chat zwischen einer Person mit WhatsApp und einer Person mit Signal möglich wird. Außerdem sollen in puncto Social Media die einzelnen Plattformen das Format der anderen akzeptieren, sodass ein Instagram-Post auch auf Twitter eingebettet werden kann. Auch Likes und Kommentare sollen wohl plattformübergreifend gestaltet werden, berichtet heise online.

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Umfassender Datenschutz: Kann das funktionieren?

Evelyne Gebhardt, Verhandlungsführerin der Sozialdemokraten bei dem Digital Markets Act, zeigt sich zuversichtlich. Expert:innen hätten ihr versichert, dass es technisch möglich sei, Datenschutz und Verschlüsselung zu wahren. Außerdem solle nicht das ganze System miteinander verknüpft werden, sondern die „Basiskommunikation“ sichergestellt werden.

Der Informatikverband Bitkom äußert hingegen Bedenken. Sie beschreiben das Vorhaben als „nicht zu Ende gedacht“, da eine Vielzahl von Funktionen standardisiert werden müsse. Zu den „immensen technischen Hürden“ ist nach Bitkom außerdem der Datenschutz bedenklich.

Möchtest du deine Daten schon jetzt mehr schützen und deinen Status auf WhatsApp blockieren beziehungsweise verbergen, geht das ganz simpel. Und auch der Facebook Messenger lässt sich einfach deaktivieren.

Quelle: heise online

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