Bitcoin soll nebst anderen Kryptowährungen auf der karibischen Touristeninsel Roatán als gesetzliches Zahlungsmittel in Kraft treten. Unter dem Nahmen „Wohlhabendes Honduras“ hatte die Regierung die Sonderzone bereits 2020 eingerichtet. Sie soll dazu beitragen, Investitionen zu fördern und über Verwaltungs-, Steuer- und Haushaltsautonomie verfügen.

Honduras setzt auf Bitcoin

Die Modellstadt umfasst rund 23 Hektar auf der Insel selbst und fast 157 Hektar in der nahe gelegenen Küstenregion. Bei ihr handelt es sich um das dritte Projekt dieser Art in Honduras. Das Nachbarland El Salvador könnte sich dabei an dessen Aktion orientiert haben, den Bitcoin landesweit als Währung zu nutzen.

Im Rahmen der Bitcoin 2022-Konferenz habe die Initiative „Wohlhabendes Honduras“ bekanntgegeben, dass der Bitcoin in der Zone für Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung (ZEDE) nun als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen sei. „BTC-Unternehmen können in [der Zone] mit dem besten regulatorischen Umfeld der Welt operieren“, heißt es in einem entsprechenden Tweet. „Andere Gemeinden in [Honduras] können BTC-Anleihen zur Förderung ausländischer Direktinvestitionen nutzen.“

Auf die Ankündigung der ZEDE angesprochen, teilte die Pressestelle der Zentralbank von Honduras (BCH) mit, dass sie „Operationen, die mit Kryptowährungen als Zahlungsmittel auf dem nationalen Territorium durchgeführt werden, weder beaufsichtigt noch garantiert“, zitiert die spanische Tageszeitung El Economista.

Was passierte noch bei der Bitcoin 2022-Konferenz?

Die Konferenz, auf der sich mitunter die ZEDE-Initiative äußerte fand vom 6. bis zum 9. April 2022 in Miami statt. Sie sorgte aber auch abseits dieser Ankündigung für einiges Aufsehen. Vor allem war es eine regelrechte Schimpftirade des Unternehmers Peter Thiel, die Diskussionen auslöste. Sie richtete sich in erster Linie gegen den Großinvestor Warren Buffet und andere Alteingesessene der Wall Street. Einen „soziopathischen Opa aus Omaha“ schimpfte Thiel den 91-Jährigen.

Quelle: Twitter/Honduras Próspera; El Economista

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